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Mega-Projekt nahe Hauptbahnhof: Abbruch von Postbankgebäude geht weiter

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Von: Nadja Hoffmann

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Links: Hinter den Planen laufen die Arbeiten nun wieder. Rechts: SO könnte es künftig im Elementum aussehen.
Links: Hinter den Planen laufen die Arbeiten nun wieder. Rechts: SO könnte es künftig im Elementum aussehen. © Visualisierung: Herzog & de Meuron, Foto: Schlaf

In den vergangenen Monaten stand die Baustelle für das Elementum still. Nun ist der überraschende Baustopp aufgehoben. Die ersten 15.000 Quadratmeter sind bereits vermietet.

München – Es kommt Leben zurück in eines der interessantesten Projekte im Münchner Bahnhofsviertel – das von den Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron geplante Elementum. In den vergangenen Monaten stand die Baustelle an der Ecke Paul-Heyse- und Bayerstraße (Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt). Nun ist der überraschende Baustopp aufgehoben, geht der Abbruch des alten Postgebäudes voran. „Die Arbeiten haben wieder begonnen“, sagt Matthias Euler-Rolle.

Der ehemalige Regierungssprecher Österreichs ist – genauso wie der Ex-Kanzler der Alpenrepublik, Werner Faymann von der SPÖ – mittlerweile im Immobiliengeschäft aktiv. Auch in München: Der Immobilienentwickler Imfarr, an dem die Österreicher beteiligt sind, hatte im Jahr 2021 die Highlight Towers in Schwabing gekauft. Im Februar dieses Jahres erfolgte der Vertragsabschluss beim Elementum, das bislang der Credit Suisse gehörte.

Architekten entwarfen bereits die Elbphilharmonie und die Allianz Arena

In den kommenden Jahren soll in direkter Nähe zum Hauptbahnhof auf 150 000 Quadratmetern ein moderner Bürokomplex entstehen, in dem auch Platz für Geschäfte und Gastro sein wird. Absoluter Blickfang im Entwurf von Herzog & de Meuron (Elbphilharmonie, Allianz Arena) war bislang der Park im Innenhof, in dessen Genuss auch die Öffentlichkeit kommen soll. Wie Euler-Rolle betont, wird an dem Gesamtkonzept festgehalten. „Wir wollen einen Mehrwert für das Bahnhofsviertel schaffen“, unterstreicht der Unternehmer aus Wien. Mit seinen Partnern kann er den ersten Vertragsabschluss für das neue Innenstadt-Quartier verkünden: „Die ersten 15 000 Quadratmeter sind vermietet.“ Und zwar an das amerikanische Unternehmen „WeWork“, das unter anderem Lösungen für Büroräume anbietet.

Die Wünsche der weiteren künftigen Mieter sollen in die finalen Planungen für das ehemalige Postbankgebäude einfließen. Das wird derzeit, wenn man so will, von innen nach außen abgebrochen. Die Hauptarbeiten liegen derzeit im Bereich Schwanthalerstraße. Der Umbau des prominenteren Gebäudebereichs an der Bayerstraße erfolgt im letzten Abschnitt des Projekts. Das liegt laut Euler-Rolle trotz der kurzzeitigen Unterbrechung noch immer im Zeitplan. Bis Ende 2025 soll das Elementum neuen Glanz ins Bahnhofsviertel bringen. „Wenn nichts dazwischenkommt.“ VON NADJA HOFFMANN

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