Neueste Visualisierung

Schwabinger Standl-Schick für 20 Millionen Euro: So soll der neue Elisabethmarkt aussehen

Elisabethmarkt in Schwabing - Die neueste Visualisierung der Marktstandl und des künftigen modernen Gebäudes daneben.
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Elisabethmarkt in Schwabing - Die neueste Visualisierung der Marktstandl und des künftigen modernen Gebäudes daneben.

Neugierige Passanten werfen einen Blick durch die Sichtfenster im Bauzaun. Da tut sich was in der Baugraube am Elisabethmarkt!

München - Seit Mai sind hier die Betonarbeiten für den über 20 Millionen Euro teuren neuen Markt mit Tiefgarage im Gange. Kommende Woche soll bereits die Grundsteinlegung erfolgen, die Einladungen sind gerade rausgegangen. Darauf zu sehen: die neueste Visualisierung! Ja, das wird Schwabinger Standl-Schick. Die ersten Reaktionen sind positiv.

Die Gebäudeblöcke, die künftig Standl zusammen fassen sollen, sind mit Holz verkleidet. Oben auf dem Dach grünt es, Personen können dort auf Terrassen verweilen. In der Verkaufsgasse ist Platz, um zu ratschen oder zu flanieren. Links auf der Visualisierung ist auch erstmalig das neue Wohn- und Geschäftsgebäude zu sehen, das von der Stadtsparkasse errichtet wird. „Das ist natürlich ein massiver Block, aber das ist nun mal innerstädtisch so“, so die Schwabinger BA-Vorsitzende Gesa Tiedemann (Grüne). Ansonsten ist sie voll des Lobes: „Ich finde das sehr hübsch. Die Markisen sind sinnvoll. Die Holzbauweise und die begrünten Dächer begrüße ich klimatisch.“

Standl-Blöcke am Elisabethmarkt in Schwabing

Tatsächlich sind die zehn Standl-Blöcke mit 22 Ständen, die hier bis 2023 entstehen sollen, komplett aus Holz, berichtet Rainer Hofmann, Geschäftsführer des beauftragten Architekturbüros Bogevisch. „Die Holztafelbauweise ist nachhaltig, vor allem in der CO2-Speicherung. Und man kann die Gebäude gut vorfertigen.“

Auch der Großteil der Standlbesitzer und Kunden begrüßt den neuen Markt. Zur Erinnerung: Vergangenen Sommer wurden die alten Standl abgerissen, seither dient ein Container-Markt als Interimslösung. Im Vorfeld gab es heftige Auseinandersetzungen, ob der über 100 Jahre alte Markt durch den Neubau nicht komplett den Charme verliere. Ähnliche Diskussionen gibt es auch immer wieder beim Viktualienmarkt oder am Wiener Platz.

„Hier gab es mehrere Workshops und intensive Gespräche mit allen Betroffenen“, sagt BA-Chefin Gesa Tiedemann. „Da muss man echt sagen: Das ist gut ausgehandelt worden.“

Elisabethmarkt in München -Bürger durften mitentscheiden

Der Abriss der alten Standl am Elisabethmarkt sorgten 2016 für Proteste. Die Bürger durften dann mitentscheiden, wie der umgebaute Elisabethmarkt aussehen soll. 2019 wurden konkrete Pläne der Architekten vorgestellt. Unter anderem soll es Dachterrassen geben. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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