Projekt soll bis 2023 abgeschlossen sein

Neuer Elisabethmarkt: Grundstein ehrt die Händler auf besondere Weise - Sorge bleibt

Menschen schauen an einem Zaun hinunter auf eine große Baustelle, auf der bislang nur viel Material angesammelt wird
+
Jetzt kann es also losgehen: In dieser Grube soll die Tiefgarage entstehen, darüber der neue Elisabethmarkt.

Start frei für den neuen Elisabethmarkt! Der Grundstein für das ehrgeizige Projekt ist gelegt. Dabei werden die Händler auf besondere Weise bedacht.

München - Zügig geht’s voran in der Baugrube am Elisabethplatz (Schwabing*): Am Mittwoch legten Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU), Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) und Stadtsparkassen-Vorstand Bernd Hochberger die Grundsteine für den neuen Elisabethmarkt und ein Wohn- und Geschäftsgebäude der Stadtsparkasse. Bis 2023 soll der neue Markt stehen.

Auch viele Standlbesitzer waren Mittwoch dabei - und bester Stimmung. Im Vorlauf der Planungen hatte es immer wieder Proteste gegeben, vor allem aus den Reihen der Anwohner: Die Sorge, dass der traditionsreiche Markt durch den Umbau an Charme verlieren würde, ist nach wie vor groß.

Neuer Elisabethmarkt: Künftig soll es Kühl- und Lagermöglichkeiten in Tiefgarage geben

Bei den Standlbesitzern war am Mittwoch davon jedoch nichts zu spüren: Sie freuen sich auf ihren neuen Markt mitten in München*. Immerhin soll es dort künftig einige Annehmlichkeiten geben, die die Händler bislang schmerzlich vermisst haben: Kühl- und Lagermöglichkeiten in der Tiefgarage, kürzere Wege und neue Sanitärräume für die Marktkaufleute. Kristina Frank verrät: „In unserem Grundstein haben wir Fotos und Statements von unseren Händlerinnen und Händlern verankert, denn sie machen den Markt aus.“

Der Plan für den 31,2 Millionen teuren Markt sieht zehn Blöcke vor, in denen Platz für 22 Standl sein wird. Die Dächer sollen begrünt und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Direkt nebenan baut die Stadtsparkasse: Bis 2024 entsteht ein Wohn- und Geschäftsgebäude mit 80 Mietwohnungen, 80 Apartments für Studenten sowie Büros, Läden, Gastronomie und eine Kindertagesstätte.

Neuer Elisabethmarkt: Zusätzliche Marktgasse zwischen Arcisstraße und Nordendstraße

Unter dem Neubau ist auch eine zweigeschossige Tiefgarage geplant. Deswegen ist die Baugrube auch so tief. Das enorme Loch reicht reicht bis drei Meter unterhalb des Grundwasserspiegels. Die Tiefgarage muss wasserdicht ausgeführt werden.

Insgesamt soll der neue Markt offener und luftiger als sein Vorgänger werden - und irgendwie auch deutlich schicker. Die aufeinander abgestimmte Planung des Elisabethmarktes und des benachbarten Wohn- und Geschäftsgebäudes ermögliche zwischen Arcisstraße und Nordendstraße eine zusätzliche Marktgasse, so Dietl. Außerdem werde „eine neue großzügige Fuß- und Radwegverbindung und Blickachse“ geschaffen. (L. Billina) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare