Grundsteinlegung im Sommer

Neuer Elisabethmarkt: Zeitplan steht - auch Tiefgarage und eine Kita gehören zum Projekt dazu

Eine Visualisierung zeigt Menschen auf einem Innenhof zwischen Marktständen
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Blick in die Zukunft: So soll er ab 2023 aussehen, der neue Elisabethmarkt.

Jetzt geht es so langsam los. Der neuen Elisabethmarkt entsteht. Die genauen Baupläne wurden vorgestellt. Zum Projekt gehören auch eine Tiefgarage, Studierendenunterkünfte und eine Kita.

München - Wann der neue Elisabethmarkt fertig sein und wie er dann ausschauen wird, darüber hat sich der zuständige Bezirksausschuss (BA) in seiner März-Sitzung informieren lassen. Zu Gast war Boris Schwartz, der Zweite Marktleiter der Markthallen München.

Seit Herbst 2020 errichtet die Behörde den traditionsreichen Elisabethmarkt in Schwabing-West von Grund auf neu. Wo früher die Verkaufsstände waren, breitet sich heute eine gigantische, meterhoch umzäunte Baustelle aus.

Neuer Elisabethmarkt: Auch Tiefgarage entsteht auf dem Gelände

Zum aktuellen Stand der Arbeiten: Momentan geht es darum, die ausgehobene Baugrube zu sichern. Das geschieht mit Bohrpfahlwänden und Unterfangungen. Da auf dem Gelände eine Tiefgarage entsteht, die tiefer reicht als der Grundwasserspiegel, wird auftretendes Grundwasser abgepumpt und außerhalb des Grundstücks zurückgeleitet.

Im April soll mit der Betonierung der Bodenplatte die Arbeit am Rohbau anfangen. Insgesamt werden dann fünf Kräne im Einsatz sein. Der Grundstein des neuen Marktes solle am 23. Juni gelegt werden, so Schwartz. 

Neuer Elisabethmarkt: Zehn Gebäude sollen 22 Stände beherbergen

Die Marktverkäufer sind derweil auf die freie Fläche zwischen Elisabethplatz und städtischer Berufsschule ausgewichen. Das wird bis zum Ende der Bauarbeiten auch so bleiben. Wenn alles wie geplant läuft, wird der neue Markt in der zweiten Jahreshälfte 2023 fertig sein, verspricht Schwartz.

Es werde dann zehn Marktgebäude mit 22 Ständen geben, auf der Gasse dazwischen entstehen zwei kleine Plätze. Die Zeltdächer werden bepflanzt, auf zwei Gebäuden werden begrünte Dachterrassen angelegt. Parkplätze, Lager- und Kühlräume sollen im Untergeschoss verschwinden.

Neuer Elisabethmarkt: Auch Studierendenunterkünfte und eine Kita entstehen

Am südlichen Rand des Marktes, zwischen Arcis- und Nordendstraße, wo früher das Graffito an der Wand zu sehen war, baut die Sparkasse München zwei große neue Gebäude. Neben Büroräumen kommen dort Mietwohnungen, Studierendenunterkünfte und eine Kita unter. Das Erdgeschoss ist für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen, das soll für eine Geschäftsgasse zwischen Gebäude und Markt sorgen.

Die Arbeiten laufen bisher nach Plan. Aber klar ist auch: Die Erwartungen sind hoch. Denn vielen Münchnern* und nicht zuletzt einigen der Verkäufer selbst war bei der Schließung des alten Elisabethmarktes im Spätsommer 2020 dann doch ziemlich wehmütig zumute. (David Numberger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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