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EM 2024 kostet München 26 Millionen – Grüne wollen strittige Punkte klären: „Nicht zulasten der Stadt“

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Von: Sascha Karowski

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Allianz Arena in München
Die Allianz Arena in München erstrahlt in Regenbogenfarben. (Archivfoto) © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago Images

Die EM 2024 wird München für sechs Spiele voraussichtlich 26 Millionen Euro kosten. Der Stadtrat befasst sich mit dem Thema, die Grünen sehen Klärungsbedarf.

München – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Die Fußball-EM 2020 ist gerade zu Ende gegangen, schon steht die Stadt in den Startlöchern für die nächste Großveranstaltung: die Euro 2024*. Deutschland ist EM-Gastgeber, in München* sollen voraussichtlich sechs Spiele. Dafür wird die Stadt wohl 26 Millionen Euro ausgeben müssen. Der Stadtrat soll am Mittwoch einem ersten Konzept zustimmen.

Bürgermeisterin Verena Dietl: „Es ist ein Riesenkompliment“

Bürgermeisterin Verena Dietl* (SPD) sagte am Montag auf Anfrage: „Es ist ein Riesenkompliment für uns, als erster Spielort in der Geschichte bei zwei aufeinander folgenden Fußball-Europameisterschaften Austragungsort sein zu dürfen – die Sportstadt München kann eben auch Großveranstaltung!“ Die Stadt werde den Münchnern, den Teams und allen Gästen ein tolles Fußballfest bieten. „Ich freue mich jetzt schon darauf!“

Die Euro 2024 sei ähnlich wie die Internationale Automobilausstellung ein absolut positives Zugpferd für München, sagt CSU-Chef Manuel Pretzl*. „Nach der Pandemie kann München bei diesem Ereignis wieder zahlreiche Gäste aus aller Welt begrüßen, das damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung von Handel, Hotellerie und Gastronomie leistet.“

Grünen-Stadtrat Beppo Brem: „Soll nicht zu Lasten der Stadt gehen“

Die Grünen wollen zuvor aber unter anderem geklärt haben, inwieweit die Stadt erneut das Hausrecht abgibt. Hintergrund sind die negativen Erfahrungen bei der Euro 2020, als die Uefa es untersagte, die Allianz Arena* in Regenbogenfarben* leuchten zu lassen. „Wir wollen die Möglichkeiten prüfen“, sagt Stadtrat Beppo Brem*. Zudem seit strittig, wer die kostenlosen ÖPNV-Tickets finanziert, die die Uefa beim Kauf einer Eintrittskarte gewähren will. „Das soll nicht zulasten der Stadt gehen“, sagt Brem. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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