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Elektro-Roller erobern München: Jetzt gehen die Betreiber den nächsten Schritt

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Emmy-Anlieferung: Martin Betzold von Green City mit Mitarbeiter Guiseppe Scalora © Oliver Bodmer

München gilt als nördlichste Stadt Italiens. Jüngstes Beispiel: die roten Roller von „emmy“. Wer denkt bei den „emmys“ nicht sofort an die italienischen Kult-Roller von Vespa?

München - „Wir verzeichnen einen enormen Andrang. Zu Beginn der Saison Ende März waren 2.000 Nutzer auf unserer App registriert. Jetzt sind es bereits über 15.000“, sagt Tine Messerschmidt, Sprecherin von Green City. Die Umweltorganisation ist Initiator der E-Roller – gemeinsam mit dem Berliner Start-Up „emmy“.

Über eine App kann man sich die Roller ausleihen. Inzwischen sind aus den ursprünglichen 50 Rollern bereits 200 geworden. Bis zum Saisonende soll die Zahl auf 350 Roller steigen. Jede Woche kommen neue Stadtflitzer hinzu.

„Jeder Roller im Schnitt 20 Minuten genutzt“

Dass die neuen Roller so boomen, haben sie nicht zuletzt den begeisterten Münchnern zu verdanken. Denn das Start-Up hat ein Crowdfunding Projekt gestartet, mit dem 400 Roller finanziert werden sollen. Über 750.000 Euro wurden bereits durch private Nutzer investiert. Das System geht so: Man investiert mindestens 250 Euro für rund fünf Jahre im Rahmen eines Nachrangdarlehens, Verzinsung: bis zu 4,25 Prozent. Die Zinsen werden jährlich ausbezahlt. Am Ende der fünf Jahre bekommt man sein investiertes Geld zurück.

„Jeder Roller wird im Schnitt 20 Minuten genutzt und wird mehrfach am Tag ausgeliehen“, erläutert Messerschmidt. Zum Verbreitungsgebiet von „emmy“ gehören bisher die Stadtbezirke Au-Haidhausen, Altstadt-Lehel, Ludwigs- und Isarvorstadt, Maxvorstadt, Schwan­thaler Höhe und Schwabing.

Neue Stadtviertel kommen hinzu

Als nächstes sollen sich die E-Roller in Richtung Neuhausen-Nymphenburg, Bogenhausen und Sendling ausbreiten. „Man kann diese Viertel im Moment natürlich auch schon verlassen. Die Miete dauert aber so lange an, bis der Roller ins Geschäftsgebiet zurückgebracht worden ist“, erklärt Messerschmidt.

Parken lässt sich der Roller überall, wo es erlaubt ist. Mitarbeiter von „emmy“ kümmern sich darum, dass die Batterie immer geladen ist.

Lesen Sie auch: „emmy“ und Co.: Lob und Tadel für das E-Roller-Angebot in München

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