Das Grauen in Münchens grüner Oase

Mitten in München! Mann begrabscht drei Joggerinnen im Englischen Garten - und weiß von nichts

Der Monopteros im Englischen Garten in München.
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Der Monopteros im Englischen Garten in München. (Symbolbild)

Ein Mann hat im Englischen Garten gleich drei Frauen versucht zu missbrauchen. Nun steht er vor Gericht - und beteuert, dass er sich an die Vorfälle nicht erinnere.

München - Ganz Deutschland beneidet uns um den schönen Park mitten in der Stadt in München – doch die kriminellen Vorfälle im Englischen Garten häufen sich. Schon wieder steht jetzt ein Mann vor Gericht, der dort Frauen missbraucht haben soll. Im Fall von Gabriel I. waren es gleich drei!

Englischer Garten in München: Mann soll Joggerinnen missbraucht haben - und steht jetzt vor Gericht

Eine Joggerin hatte der Rumäne im Juni 2020 nahe der John-F.-Kennedy-Brücke gepackt, als sie abends ihre Runde drehte. Laut Staatsanwaltschaft stellte er sich ihr einfach in den Weg und griff zu. Die Frau schrie und wehrte sich, Gabriel I. bekam Angst und ließ sie gehen. Doch eine halbe Stunde später griff er die nächste Frau an.

Es war wieder eine Joggerin. Dieses Mal lauerte Gabriel I. in der Ifflandstraße. Von hinten hielt er sie fest und griff ihr blitzartig um den Oberkörper. Laut Staatsanwaltschaft brachte der 39-Jährige die Frau im Klammergriff zu Boden. Bäuchlings legte er sich dann auf sie und versuchte, die Joggerin zu küssen, die laut um Hilfe rief. Andere Jogger wurden auf die gellenden Schreie aufmerksam und rannten zum Tatort. Gabriel I. versuchte noch zu flüchten, die insgesamt drei Männer holten ihn aber ein und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf. Der Rumäne wurde verhaftet.

München: Mann begrabscht drei Joggerinnen im Englischen Garten - und weiß angeblich von nix

Vor Gericht gab er am Montag an, sich nicht an die beiden Vorfälle erinnern zu können. Für die Taten droht ihm die Unterbringung in der Psychiatrie, denn Gabriel I. gilt als schizophren. Im Oktober wurde er bereits aus der Untersuchungshaft ins Isar-Amper-Klinikum verlegt.

Auffällig bei diesem Fall: Bereits am 23. Mai 2020 hatte Gabriel I. eine Anwohnerin in der Biedersteiner Straße von hinten begrapscht. Ein Beobachter stellte ihn und rief die Polizei. Doch nach Feststellung der Personalien wurde Gabriel I. einfach wieder laufen gelassen.

„Er hat mir von hinten in den Schritt gefasst“, sagte Johanna T. (27, Name geändert) am Montag aus. „Ich kam vom Einkaufen, es regnete. In einer Hand hielt ich den Schirm, in der anderen eine Tasche und hatte keine Chance, mich zu wehren.“ Seelenruhig radelte Gabriel I. danach weiter, der Nachbar stellte ihn. Sein Verhalten war „vorbildlich“, lobte Richter Gilbert Wolf.

Englischer Garten: Negative Vorfälle häufen sich - Schlagzeilen wegen Corona-Partys

Zuletzt hatte der Englische Garten durch Corona-Partys negative Schlagzeilen gemacht, davor war es im Jahr 2020 aber zu mehreren Übergriffen auf Frauen gekommen. Im Juli etwa wurde ein 39-jähriger Münchner festgenommen, der mehreren Frauen aufgelauert haben soll. Hinterrücks habe er sie begrapscht und sexuell missbraucht.

Laut Polizei hatte er sich im Unterholz auf die Lauer gelegt und eines seiner Opfer mit einem Faustschlag ins Gesicht attackiert. 2019 war es sogar zu zwei Vergewaltigungen im Englischen Garten gekommen. Die Täter wurden geschnappt.

Kürzlich verfolgte die Polizei einen 14-Jährigen im Englischen Garten - doch der Streifenwagen landete im Ententeich. Alle Infos zur Corona-Lage in München und Bayern gibt es übrigens in unserem News-Ticker.

(A. Thieme)

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