Isar-Pelikan

„Isarbelle“ und der kleine Bello - Tierische Begegnung an der Marienklause

Da mögen sich zwei: Terrier Laeyla beschnuppert Pelikan „Isarbelle“ am Isarufer
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Da mögen sich zwei: Terrier Laeyla beschnuppert Pelikan „Isarbelle“ am Isarufer

Der Rosapelikan ist wieder in München. „Isarbelle“ war vor einem halben Jahr aus einem österreichischen Zoo ausgebüxt - an der Isar begegnete er nun unserer Leserin Irene Tuma und ihrem Hund.

Isarbelle ist wieder da! Bayerns berühmtester Vogel ist nach München zurückgekehrt. Der junge Pelikan war vor knapp einem halben Jahr aus dem österreichischen Raritätenzoo Ebbs entkommen. Seitdem treibt sich das Tier – so wie es Wasservögel eben tun – entlang von Gewässern herum. Und offenbar ist Isarbelle, wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) den Pelikan getauft hat, mittlerweile zutraulicher geworden und hat sogar Freundschaft geschlossen – mit einem süßen kleinen Münchner Bello… 

Flüchtiger Pelikan vergnügt sich an der Isar

Nachdem Isarbelle zuletzt in Freising und Manching gesichtet worden war, hat tz-Leserin Irene Tuma den Pelikan am Wochenende zwei Mal an der Marienklause beobachtet. Mit ihrem Terrier-Mischling Laeyla (6) spazierte die Verwaltungsangestellte aus Sendling entlang der Isar. Am Samstag erblickte die 59-Jährige den rosa gefiederten Vogel zum ersten Mal. Gegen 16.30 Uhr trieb das Tier zwischen Marienklause und Großhesseloherbrücke am Ufer. Einen Tag später, fast um dieselbe Uhrzeit, kam es auf der anderen Flussseite zur erneuten Begegnung. „Der Pelikan war sehr zutraulich, am Sonntag konnte ich sogar aus zwei Metern Entfernung Fotos machen. Ein ganz tolles Tier“, erzählt Irene Tuma.

Die Geschichte des Isar-Pelikans interessiert Irene Tuma schon länger. Vögel allgemein faszinieren sie, sie macht auch immer bei der jährlichen Zählung mit. Und weil die 59-Jährige wusste, dass der Zoo in Ebbs seinen Pelikan gerne wieder hätte, überlegte sie, ob sie nicht die Tierrettung alarmieren sollte. Doch die Nummer hatte sie nicht parat. „Und den Notruf 110 wollte ich wegen dieser Angelegenheit nun wirklich nicht wählen“, sagt Tuma. 

Pelikan „Isarbelle“ entwischte sogar der Feuerwehr

Pelikan Isarbelle scheint offenbar keine Angst vor Menschen zu haben. Auch der Respekt vor Hunden hält sich laut Tuma in Grenzen. Als ihre Hundedame sich dem Tier am Ufer näherte, spannte es seine Flügel und öffnete den Schnabel – der Beginn einer Liebesgeschichte? Aus dieser Nähe wäre es laut Tuma wohl sehr gut möglich gewesen, den Pelikan einzufangen. Einige Versuche waren im vergangenen Jahr aber bereits gescheitert – auch die Feuerwehr hatte keine Chance. Laut Experten vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern ernährt sich Isarbelle vermutlich von Abfällen der Menschen. Wie sich der eigentlich frostempfindliche Pelikan vor den teilweise extrem niedrigen Temperaturen schützt, ist allerdings ein Rätsel. Vielleicht kehrt Ausreißerin Isarbelle aber auch schon bald freiwillig in den Zoo nach Österreich zurück.

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