TU München entwickelt größtes unbemanntes Kleinsttestflugzeug

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Studenten der Technischen Universität München bereiten Testflugzeug "Impuls" vor.

München/Poing - Das größte unbemannte Kleinsttestflugzeug einer Universität in Deutschland hat die TU München entwickelt. Am Dienstag startete es zu Testflügen über Poing. Was der Flieger kann:

Sie sollen künftig bei der Suche nach Vermissten helfen, Schadstoffe messen oder sogar Archäologen unterstützen: Unbemannte Testflugzeuge könnten vielerorts eingesetzt werden, wo es für Menschen zu schwierig oder gefährlich wäre. Für die Weiterentwicklung solcher Mini-Flieger hat die Technische Universität München (TUM) ein Flugzeug namens “Impulls“ (Innovative Modular Payload UAV - TUM LLS) entwickelt. Am Dienstag startete es auf einem Modellflugplatz bei Poing im Münchner Osten zu seinem ersten Flug.

Es sei das größte unbemannte Kleinsttestflugzeug einer Universität in Deutschland, sagte Professor Mirko Hornung vom Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme in Garching, an dem das Flugzeug entwickelt wurde. “Impulls“ solle helfen, die Technologien für die zivile Nutzung derartiger Flugzeuge vorzubereiten. Bisher fehle in Deutschland allerdings noch die rechtliche Grundlage für ihren Betrieb.

Das Mini-Flugzeug mit einer Spannweite von fünf Metern und einem Leergewicht von 20 Kilogramm soll die unterschiedlichsten Sensoren und Antriebssysteme für die Luftfahrt testen. Es wird durch einen Elektromotor angetrieben und kann mit maximal zehn Kilogramm Zuladung bis zu 75 Minuten in der Luft bleiben.

Getestet werden unter anderem Sensoren zum Messen von Luftverschmutzung, Infrarot-Kamers, aber auch alternative Antriebe, etwa mit Brennstoffzelle. Das Flugzeug sei durch den modularen Aufbau sehr variabel, sagte Hornung. Mit wenig Aufwand können die Wissenschaftler so verschiedene Systeme einbauen und unter Flugbedingungen testen.

dpa

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