„Waren nicht überrascht“

Hunderte Feiernde in der Münchner Maxvorstadt: Polizei muss bei wilder Massenparty durchgreifen

Feierende in der Türkenstraße
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Beliebter Treff des Feiervolks: Die Türkenstraße in der Maxvorstadt

Tumultartige Szenen spielten sich am Wochenende nachts erneut in München ab: Bis zu 1000 Feiernde tummelten sich bei der Türkenstraße. Die Polizei musste eingreifen.

München - Gegen das Münchner Partyvolk musste die Polizei am Wochenende erneut einschreiten: In der Maxvorstadt versammelten sich hunderte von Menschen, um draußen gemeinsam zu feiern. Beamten lösten das Treffen auf.

München: Corona-Massenparty in der Türkenstraße - Anwohner beschweren sich über Ruhestörung und Wildpinkler

In der Nacht zum Samstag, 19. Juni, amüsierten sich 700 bis 1000 Feiernde rund um den Georg-Elser-Platz, berichtet ein Polizeisprecher am Samstag. Anwohner meldeten sich bei der Wache und berichteten von Ruhestörung und Wildpinklern. Die Türkenstraße im Stadtteil Maxvorstadt war laut Polizei durch die Ansammlung komplett blockiert - und ein Verkehr nicht mehr möglich.

Bereits im vergangenen Monat kam es an den Wochenenden rund um den Georg-Elser-Platz immer wieder zu Menschenansammlungen mit Feierwütigen, die bis spät in die Nacht feierten. Aus diesem Grund war die Polizei bereits voralamiert und vor Ort. „Wir waren nicht überrascht“, sagte ein Beamter. Etwa 30 Streifenwagen und ein Unterstützungskommando waren im Einsatz.

Auch im Internet kursieren Videos, die wilde Party-Szenen zeigen, ohne Abstand und Maske. Ob die Bilder wirklich vom Freitagabend stammen, ist allerdings nicht bestätigt.

Mit Lautsprecherdurchsagen räumte die Polizei gegen 2.30 Uhr Uhr die Türkenstraße. Die meisten Menschen seien dann auch gegangen. Einige Feiernde mussten vom Platz verwiesen werden. Doch die Situation blieb insgesamt friedlich, betonte der Sprecher. Kurz nach 3.00 Uhr war es dann ruhig. Aber die Feiernde hinterließen laut Polizei erneut viel Müll. Noch in der Nacht rückte die Straßenreinigung aus.

Nach der Massenparty in der Türkenstraße hat sich die Münchner Polizei auch auf Twitter geäußert.

Wegen Corona haben Clubs und Bars zu. In München geht das Party-Volk deshalb auf die Straße. Dort sorgt es für Müll und Krawall. Schlimm betroffen ist vor allem das Univiertel. Anwohner beschweren sich. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert. (kof/dpa)

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