Merkel und Gauck als Ehrengäste

Einheitsfest: Eine Million Besucher erwartet

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Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Angela Merkel reisen als Ehrengäste an.

München - Bei den Feierlichkeiten rund um den Tag der deutschen Einheit in München steht die Landeshauptstadt vor einem Ansturm von bis zu einer Million Menschen.

Zu dem Fest am 2. und 3. Oktober wird die gesamte politische Spitze Deutschlands erwartet, mit Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als prominentesten Gästen. Die Polizei sichert die Veranstaltungen mit einem großen Aufgebot. In der Münchner Innenstadt sind mehrere Sperrzonen eingerichtet, in denen der normale Verkehr ausgeschlossen ist. Bis zum Wochenende hatte die Sicherheitsbehörden aber keine Anzeichen für eine besonders erhöhte Gefahrenlage, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Das waren die deutschen Bundespräsidenten

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München ist in diesem Jahr Gastgeber der zentralen Einheitsfeier, weil Bayern in diesem Jahr den Vorsitz des Bundesrats innehat. Für die Bürger gibt es am Dienstag und Mittwoch ein großes Bürgerfest auf der Ludwigstraße, der breitesten Prachtstraße Münchens. Dort und im Hofgarten der Residenz präsentieren sich unter anderem die 16 Bundesländer, die Verfassungsorgane und der bayerische Landtag. Gauck, Merkel, Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und die restlichen Politiker wollen am 3. Oktober an einem Gottesdienst und anschließendem Festakt teilnehmen. Bei schönem Wetter ist ein gemeinsamer Spaziergang der Ehrengäste durch die Münchner Innenstadt geplant.

Besonders eng wird es vermutlich in U- und S-Bahn, weil gleichzeitig das Oktoberfest läuft, zu dem ebenfalls hunderttausende Besucher täglich erwartet werden. Die Polizei will darum ein besonderes Augenmerk auf Betrunkene haben. Mehrere tausend Polizisten, sonstige Sicherheitskräfte sowie Mitarbeiter von Deutscher Bahn und U-Bahn werden im Einsatz sein.

Um die Besucherscharen zu bewältigen, setzt die Deutsche Bahn viele zusätzliche S-Bahnen und 18 Sonderzüge ein. Auch die Mitarbeiter der U-Bahn müssen Sonderschichten einlegen. Zusätzlich hat die U-Bahn Wachleute von acht anderen Verkehrsunternehmen in Deutschland und Österreich ausgeliehen. Eng wird es voraussichtlich auch am Marienplatz, wo Scharen von Wiesn- und Bürgerfestbesuchern aufeinandertreffen werden.

Im nächsten Jahr wird dann Stuttgart Gastgeber der zentralen Einheitsfeier sein, weil Baden-Württemberg am 1. November turnusmäßig den Vorsitz des Bundesrats übernimmt.

dpa

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