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München: Falle bei der Sex-Arbeit - Prostituierte trickst kriminelle Kollegin aus

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Von: Phillip Plesch

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Sexarbeiterin in Hotel
In einem Hotel tappte die Prostituierte in die Falle. © picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow

Nachdem die Münchner Polizei in die Marsstraße gerufen wurde, überprüften sie die junge Frau und stellten gleich mehrere Vergehen fest.

München - Das Geschäft ist hart umkämpft, also muss man schon mal zu außergewöhnlichen Methoden greifen. Eine Prostituierte (37) hat eine Kollegin (21) in eine Falle gelockt und verpfiffen, weil diese ihr die Kunden wegschnappte.

München: Einsatz an der Marsstraße

Aufgeflogen ist der Fall folgendermaßen: Am Donnerstagabend (28. Juli) gegen 20.25 Uhr rief ein Hotelmitarbeiter die Polizei. Er vermutete, dass in dem Haus der Prostitution nachgegangen werde. Die Beamten machten sich auf den Weg an die Münchner Marsstraße. Dort stellte sich heraus, dass sich die 37-jährige Spanierin als Freier ausgegeben und einen Termin mit der 21-jährigen Venezolanerin ausgemacht hatte. Der Polizei gegenüber begründete sie das damit, dass sie es ungerecht finde, dass sie selbst Steuern zahle und sich um alle Dokumente kümmere, wohingegen ihr die 21-Jährige durch unerlaubte Prostitution die Kunden wegnehme.

München: Prostituierte unerlaubt in Deutschland und in Drogenbesitz

Ihr Plan ging auf. Denn die Polizei nahm die Venezolanerin gleich aufs Korn. Die Überprüfung ihrer Personalien ergab, dass sie unerlaubt und ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland lebt. Zu allem Überfluss wurden im Hotelzimmer auch noch Kokain und Cannabis gefunden. Die 21-Jährige muss sich nun also nicht nur wegen der Ordnungswidrigkeit verantworten, dass sie unerlaubt der Sexarbeit nachging, sondern auch wegen ausländerrechtlicher Verstöße – und Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz. Sie wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

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