Komplizierte Planung

Nach über 100 Jahren Tradition: Prestigeträchtiges München-Event muss an anderem Ort stattfinden

Markus Söder (CSU) geht während der Verleihung des Karl-Valentin-Ordens begleitet von Tänzerinnen zur Bühne des Deutschen Theaters (Archivfoto 2020).
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Markus Söder (CSU) geht während der Verleihung des Karl-Valentin-Ordens begleitet von Tänzerinnen zur Bühne des Deutschen Theaters (Archivfoto 2020).

Der Traditionsball der Faschingsgesellschaft Narrhalla findet nächstes Jahr wohl nicht im Deutschen Theater statt - und das nach 100 Jahren.

München - Nach über 100 Jahren findet der Traditionsball der Faschingsgesellschaft Narrhalla nächstes Jahr wohl nicht im Deutschen Theater statt. Die Narrhalla-Soiree ist einer der Höhepunkte des Faschingskalenders – dazu gehören der Einzug des Prinzenpaars und die Verleihung des Karl-Valentin-Ordens. Doch für den kommenden Winter ist die Soiree bislang heimatlos: Laut Werner Steer, Geschäftsführer des Deutschen Theaters, passte dem Narrhalla-Präsidenten Günther Grauer kein Termin.

Kein Termin: Schock für Faschings-Gesellschaft in München

Die Ballsaison sei wegen Corona verkürzt worden, sagt Steer: diesmal nur zwei statt sieben Wochen – von 18. Februar bis Faschingsdienstag. „Wenn wir sieben Wochen ausfallen lassen müssten, weil es im Dezember heißt, es können keine Bälle stattfinden, wäre das eine schwer zu verkraftende Lücke“, so Steer. „Weil uns die Narrhalla sehr wichtig ist, haben wir ihr zuerst einen Termin angeboten.“

Doch der Präsident habe schriftlich abgesagt – in diesen zwei Wochen habe man bereits Termine. Grauer war bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen. Sein Vize Günter Malescha bestätigt, dass das Deutsche Theater versuche, „alle Bälle unter einen Hut zu bringen“.

Wo findet der Traditionsball statt?

Einen Termin gebe es (noch) nicht. Ausfallen werde die Verleihung (Ordensträger ist Dieter Hallervorden) keinesfalls. Man suche einen anderen Ort.(dap) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Die Verleihung des Karl-Valentin-Ordens 2019 sorgte für einen Zoff. Die Wahl des Preisträgers von der Münchner Gesellschaft Narrhalla umstritten. Dann 2020 im Corona-Jahr wurde Ministerpäsident Markus Söder (CSU) für den Karl-Valentin-Orden nominiert. Monika Gruber sagte die Laudatio für Söder ab. Die Kaberettistin nannte ihre Gründe in einen Brief an OB Reiter.

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