Bewährungsstrafe für Mitstreiter

Nach Hooligan-Massenschlägerei mitten in München: FC Bayern-“Fan“ muss hinter Gitter - folgen weitere?

Die Bayern-Fans schwenken große Fahnen in der Kurve.
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Strafe muss sein: Nach einer Hooligan-Prügelei muss ein Bayern-Fan ins Gefängnis. (Symbolbild)

Nach einer Massenschlägerei unter Hooligans sind die ersten Urteile gefallen. Ein vermeintlicher Fan des FC Bayern muss in Haft, ein anderer kommt auf Bewährung davon.

  • Im März prügelten Hooligans vom FC Bayern und vom VfL Wolfsburg eine knappe Minute aufeinander ein.
  • Einer der Teilnehmer der Massenschlägerei wandert nun ins Gefängnis.
  • Ein anderer kommt mit einer Bewährungsstrafe davon.

München - Deftige Zweikämpfe auf dem Platz haben sie weniger interessiert: 50 Fans des FC Bayern* und 50 Anhänger des VfL Wolfsburg haben sich am 9. März 2019 lieber auf der Schillerstraße in der Nähe des Hauptbahnhofes* geprügelt. Jetzt sind die ersten Urteile gesprochen.

Ein FCB-Fan wurde zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe mit Bewährung verurteilt - wegen schwerer Körperverletzung und Landfriedensbruchs. Ein weiterer Bayern-Anhänger erhielt ein Jahr und vier Monate ohne Bewährung. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich die Beteiligten zu der Schlägerei auf Höhe des Hotels Haberstock verabredet hatten.

Auseinandersetzung zwischen Hooligans: Nahe des Münchner Hauptbahnhofs prügelten sich vermeintliche Fans vom FC Bayern und vom VfL Wolfsburg.

Urteile gegen Bayern-Hooligans: Nach einer Minute kam das Signal zum Abhauen

Rund 50 Sekunden lang prügelten sie aufeinander ein, ein dunkler Pulk auf offener Straße, und traten selbst dann noch zu, als die Ersten am Boden lagen. Nach einer Minute dann das Signal zum Aufbruch. „Haut alle ab“, riefen die offensichtlichen Anführer der Hooligans. Zahlreiche Handy-Aufnahmen bezeugen die Vorgänge.

Die Folge der Massenkeilerei: mehrere Verletzte. Einer davon, ein Wolfsburg-Anhänger, wurde besonders schwer im Gesicht getroffen. Er erlitt eine Risswunde am Ober- und Unterlid mit Riss der Tränenwege, die daraufhin operativ rekonstruiert werden mussten.

Insgesamt sind 53 Beschuldigte aktenkundig, bei der Staatsanwaltschaft München I laufen derzeit 24 Verfahren. In den übrigen Fällen ermittelt die Polizei noch. Weitere Gerichtstermine stehen im November an. *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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