Freier Blick auf Wahrzeichen

FC Bayern plant Mega-Projekt in Innenstadt: Exklusive Fotos - „Was hier passiert, ist sehr ungewöhnlich“

München: Erster Blick in die FC-Bayern-Erlebniswelt am Dom - exklusive Fotos
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Schon unverhüllt: Die Fassade der neuen FCB-Erlebniswelt, die zur Frauenkirche zeigt, ist bereits fertig.

In Rekordgeschwindigkeit werden geraden die siebeneinhalb Etagen der neuen Erlebniswelt des FC Bayern München am Dom hochgezogen. Ein Besuch bei den Machern.

  • München* hat bald eine neue Erlebniswelt des FC Bayern* - direkt in der Innenstadt.
  • Das Millionen-Projekt wird in der Hälfte der üblichen Zeit fertiggestellt.
  • Wir haben schon jetzt hinter die Fassade geschaut - die Fotos finden Sie hier.

München - Kunstvoll kratzt ein Arbeiter roten Putz von der Fassade, bis schwarzer Mörtel durchschimmert. Es ist der letzte Schliff für die Fassade der neuen FC-Bayern-Erlebniswelt an der Weinstraße. In den kommenden Tagen wird das Gebäude vom Baugerüst befreit – knapp ein Jahr, nachdem der Grundstein für das Millionen-Projekt gelegt wurde. Bis zur Eröffnung dauert es – Stand jetzt – nicht mehr lang: Im Dezember soll der FCB-Shop eröffnen. Wir haben schon hinter die Fassade geschaut.

Markus Wienchol von der Nymphenburg Immobilien AG (l.) und Bauleiter Georg Holl stehen auf der Dachterrasse der neuen FCB-Erlebniswelt.

„Was hier passiert, ist sehr ungewöhnlich, weil alles parallel abläuft“, sagt Bauleiter Georg Holl (38) vom Architekturbüro Herfleisch & Leppert, während unablässig Bauarbeiter vorbeigehen. Die einen bauen Gerüstteile ab, die nächsten verlegen die Fußbodendämmung. „Morgen kommt der Aufzug“, sagt Holl. Bemerkenswert gelassen, der Mann – dafür, dass er seit August jeden Elektriker, Bodenleger und Gerüstbauer des 3500-qm-Projekts im Blick hat.

FCB-Erlebniswelt in München mit „Zwitter-Appartement“ und freiem Blick auf die Frauenkirche

Der Bauleiter hat einen straffen Zeitplan: „Normalerweise würden wir für so ein Projekt 30 Monate rechnen, wir wollen schon nach 15 fertig sein.“ Holl lächelt – er weiß, dass alles nach Plan läuft. Den Takt hat der Bauherr, die Nymphenburg Immobilien AG, vorgegeben. Sie gehört zum Imperium des Barons August von Finck – der FC Bayern wird die Flächen dann von ihr mieten. Markus Wienchol von Nymphenburg Immobilien sagt über das sportliche Bau-Tempo: „Wir haben vor drei Jahren die Weinstraße 6 in 15 Monaten gebaut, hier wollten wir anschließen.“

Die FCB-Welt verteilt sich auf siebeneinhalb Etagen: Im Erd- und Unter­geschoss findet ein Fanshop Platz, darüber Restaurant mit Terrasse und das Boutique-Hotel mit 30 Zimmern. Dass das Hotel so viele Zimmer hat wie der FCB Meistertitel*, lässt erste Spekulationen auf die Aufmachung zu. Hinzu kommt im obersten Stockwerk ein „Zwitter-Appartement“, wie Holl salopp sagt: „Hier wird je nach Bedarf eine Suite entstehen, in der aber auch ab und zu Pressekonferenzen und Events stattfinden könnten.“ Freier Blick auf die Frauenkirche inklusive.

„Sgraffito“ nennt sich die aufwendige Putztechnik, bei der mit verschiedenen Farbschichten ein Relief entsteht.

München: Andechser am Dom muss dem FC Bayern weichen

Ebenfalls mit historischem Hintergrund: die Fassade. Holl: „Ich habe im Stadtarchiv Bilder eines Gebäudes gefunden, das um 1850 an der Stelle stand.“ Die Stuckverzierungen von damals finden nun eine moderne Entsprechung.

In der jüngeren Vergangenheit war das Haus an der Weinstraße ein beliebter Treffpunkt in der Altstadt – hier konnte man im Andechser am Dom bei Wirt Sepp Krätz essen. Er musste für den FC Bayern weichen

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