29-Jährigen festgenommen

Feuerteufel vom Viktualienmarkt geschnappt

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Am Viktualienmarkt hatte der Mann Brände gelegt.

München - Zwei Mal haben rund um Weihnachten Standl am Viktualienmarkt gebrannt. Jetzt hat die Polizei den 29-jährigen Feuerteufel geschnappt.

Auf die Spur gebracht hat die Polizei ein Brand in der Baaderstraße Ende letzten Jahres. Damals war festgestellt worden, dass die Wohnung aufgebrochen und im Schlafzimmer ein Brand gelegt worden war. Die brennende Matratze konnte gelöscht werden. Es entstand ein Schaden von ca. 70.000 Euro.

Im Rahmen der kriminalpolizeilichen Ermittlungen und aufgrund der Spurensicherung von DNA am Tatort erhärtete sich der Verdacht gegen einen 29-Jährigen aus dem Kosovo. Daraufhin wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen. Er wurde, wie die Polizei erst jetzt mittelt, am 4. April festgenommen. Der 29-Jährige bestritt die Tat zunächst. Nachdem ihm seine Angaben jedoch widerlegt werden konnten, legte er ein Geständnis ab. Als Grund für die Tat gab er seine Obdachlosigkeit und Mittellosigkeit an, die ihn in eine psychische Ausnahmesituation brachten. Er sei auf der Suche nach Essbarem und Geld in die Wohnung eingebrochen und hätte anschließend mit einem Feuerzeug das Bett im Schlafzimmer angezündet und die Wohnung verlassen. Aufgrund der örtlichen und zeitlichen Nähe und persönlicher Verbindungen des 29-Jährigen wurde durch das Kommissariat 13 ein Zusammenhang zu den Bränden am Viktualienmarkt geprüft.

Nach anfänglichem Leugnen gab der 29-Jährige zu, auch diese Brände am 22.12.2012 und 28.12.2012 gelegt zu haben. In diesen Fällen hatte ein Verkaufsstand von Pilzen und Beeren gebrannt. Der Schaden belief sich auf insgesamt ca. 40.000 Euro. Der Festgenommene gestand, in den aus einer Zeltplane bestehenden Stand eingedrungen und dort Adventsgestecke in Brand gesetzt zu haben.

Dem 29-Jährigen konnte zudem eine weitere Brandstiftung am Freitag, 15.06.2012, gegen 14.50 Uhr, in der Hochstraße in München nachgewiesen werden. Dabei war in einem Appartement im Bereich eines Schlafsofas ein Brand gelegt worden. Es wurde die gesamte Wohnungseinrichtung durch den Brand zerstört. Durch den Brand und Rußniederschläge entstand ein Schaden von ebenfalls ca. 40.000 Euro. Auch in diesen Fällen verwies der Festgenommene auf seine psychische Ausnahmesituation und seine hohe Frustration. Der 29-Jährige kam in Haft in die JVA Stadelheim.

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