Auf dem Balkon gefangen

Oma ausgesperrt: Kleinkind sorgt für kuriosen Feuerwehr-Einsatz in München - Feuerwehr warnt

Ein Feuerwehrauto von vorne.
+
Die Feuerwehr rettete eine Oma vom Balkon, nachdem ihr Enkel sie ausgeschlossen hatte.

Ein kleiner Junge konnte doch mehr, als seine Oma dachte: Nämlich die Klinke der Balkontür schließen

Da staunte eine Großmutter aus dem Münchner Stadtviertel Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt nicht schlecht: Der etwa anderthalb Jahre alte Enkel war schon fähig genug, um die Balkontüre zu schließen - während seine Oma noch draußen telefonierte. Die von ihr verständigte Münchener Feuerwehr eilte am 7. April in der Tumblingerstraße zu Hilfe. Und teilte ihren Einsatz auf liebevolle Weise mit.

Die Münchener Feuerwehr beschrieb den Vorfall nämlich aus der Ich-Perspektive des Kindes: „Mein Name ist Leander und ich bin 19 Monate jung“, begann die Pressemitteilung. Da die Mutter des Kindes an jenem Mittag in der Arbeit war, habe die Großmutter auf den Jungen aufgepasst.

Münchnerin von Enkel ausgesperrt: Münchner Feuerwehr muss anrücken

Die Dame habe wohl nicht vermutet, dass der Junge in der Wohnung bei ihrem Telefonat auf dem Balkon ein Problem sei. „Dabei bin ich endlich groß genug, um an die Türklinken zu kommen“ erklärte die Feuerwehr aus Sicht des Kindes. „Als Oma auf den Balkon ging, konnte ich ihr gleich mal zeigen, wie gut ich schon Türen zu machen kann“ hieß es weiter.

Die ausgesperrte Großmutter habe daraufhin durch Gesten versucht, dem Jungen klar zu machen, dass er die Türe wieder öffnen müsse. Da der Enkel diese jedoch nicht verstand, wählte die Oma den Notruf. Daraufhin wartete sie geduldig auf die Rettung: „Oma gab irgendwann auf, zeigte mir schöne Videos auf ihrem Telefon und ich war glücklich“ so die imaginäre Zusammenfassung des kleinen Leanders.

Feuerwehr warnt vor den Gefahren des Haushalts für Kinder

Da zu diesem Zeitpunkt das Wetter in München noch Schnee vom Himmel ließ, übergab die Berufsfeuerwehr zunächst mithilfe einer Leiter der frierenden Großmutter eine Jacke, während die Kollegen sich Zugang zu der Wohnung in München verschafften. „Plötzlich hörte ich Geräusche und drehte mich um: Viele große Feuerwehrmänner standen plötzlich im Raum. Mein Traum war wahrgeworden! Mit ,Fäustchen‘ klatschten wir uns ab“, so die Mitteilung. Die Großmutter war also vom kalten Balkon gerettet.

Die Feuerwehr lobte nach „Leanders-Geschichte“ das richtige Vorgehen der Grußmutter und stellte klar, dass den Jungen aufgrund seines Alters keinerlei Schuld treffe. Die Gefahren des Haushalts wie etwa Strom oder Herd, seien außerdem mindestens genauso gefährlich für einen Jungen, wie der kalte Balkon für die Großmutter.

Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare