Von Brüssel in die Haftanstalt

Ende der Reise: Vom Flugzeug direkt in die Haftanstalt - Fahndungserfolg in München

Eine Streife der Bundespolizei im Transitbereich des Münchner Flughafens.
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München: Drogendealer taucht am Flughafen auf - und wandert direkt in die Haftanstalt.

Für einen 42-jährigen gambischen Staatsangehörigen endete die Reise am Flughafen in München. Für ihn ging es direkt in die Haftanstalt.

  • Vor zwei Jahren verstieß ein Gambier in Hamburg gegen das Betäubungsmittelgesetz.
  • Statt seine Strafe zu bezahlen oder seine Zeit abzusitzen, setzte er sich ab und verschwand.
  • Am Donnerstag nahm ihn die Polizei am Flughafen in München fest - er wanderte in die Haftanstalt.

München - Der Flughafen in München ist eines der verkehrsreichsten Luftfahrt-Drehkreuze in ganz Europa. Von dort sind Reisen zu 200 Flugzielen in 70 Ländern möglich. Laut Angaben der Polizei erwischen die Beamten am Flughafen immer wieder mit Haftbefehl gesuchte und untergetauchte Personen. Am Donnerstag, den 13. August, fassten sie einen 33-Jährigen, der ohne Maske durch den Flughafen rannte. Bei der Kontrolle legte er ein Attest eines unter Corona-Leugnern bekannten Urologen aus Hessen vor.

Ebenfalls am Donnerstag ging der Bundespolizei ein Gambier ins Netz. Der heute 42-Jährige wurde wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz mit einem Haftbefehl gesucht. Für ihn endete die Reise in der bayrischen Landeshauptstadt.

München: Drogendealer an Flughafen geschnappt - Er war zwei Jahre lang verschwunden

Laut Angaben der Bundespolizei war der heute 42-jährige Gambier vor knapp zwei Jahren von einem Amtsrichter in Hamburg wegen Verstoßes gegen das bundesweite Betäubungsmittelgesetz verurteilt worden. Seine Strafe belief sich auf 450 Euro, oder ersatzweise einer Haftstrafe von 45 Tagen. Statt die Strafe zu zahlen, setzte sich der Afrikaner jedoch ab und verschwand aus dem Fokus der deutschen Behörden. Die Staatsanwaltschaft der Hansestadt Hamburg setzte ihn mit Vollstreckungsbefehl im Oktober letzten Jahres zur Festnahme aus.

München: Drogendealer an Flughafen geschnappt - Gesuchter taucht wieder auf

Am Donnerstagvormittag tauchte der 42-jährige Mann überraschend wieder in Deutschland auf. Er flog von der belgischen Hauptstadt Brüssel in die bayerische Landeshauptstadt München. Beamte der Bundespolizei kontrollierten den Mann, dabei fiel ihnen der Haftbefehl der Hamburger Justiz auf. Daraufhin klickten die Handschellen, die Polizisten nahmen den Westafrikaner fest. Der Festgenommene konnte die verlangte Summe nicht aufbringen und bat einen Freund um Hilfe. Als dieser die 450 Euro ebenfalls nicht bezahlen konnte, brachten die Grenzpolizisten den Verurteilten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort in die Haftanstalt München-Stadelheim

Erst vor wenigen Tagen sorgte eine Passantin am Münchner Flughafen für Aufregung. Bei der Zollkontrolle fanden die Beamten menschliche Leichenteile im Koffer der Frau. Die Frau reiste mit ihrem toten Ehemann im Koffer. Wie sich herausstellte, sollten die Gebeine des Verstorbenen von Griechenland in sein Geburtsland Armenien überbracht werden. Die Frau, die in Begleitung ihrer Tochter war, konnte Papiere vorweisen und durfte trotz des Aufruhrs ihre Reise fortsetzen.

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