Zwei Vorfälle in Baden-Württemberg

Nach Bomben-Explosion in Lidl-Zentrale: Verdächtiges Paket in München entdeckt - und entschärft

In Baden-Württemberg sind zwei Paketbomben explodiert. Dabei sind vier Menschen verletzt worden. Nun wurde in München ebenfalls ein verdächtiges Päckchen gefunden.

München/Neckarsulm - Erst vor knapp 24 Stunden schockte eine schwere Explosion in der Firmenzentrale des Discounter-Riesens Lidl* die Menschen im baden-württembergischen Neckarsulm. Die Polizei ist zur Stunde noch immer damit beschäftigt die Hintergründe des Anschlags zu untersuchen. Schon gibt es eine neue Schreckensmeldung. Diesmal aus München*. Die Polizei* hatte am Flughafen ein verdächtiges Paket gefunden.

Bomben-Anschlag auf Lidl-Zentrale: Drei Menschen verletzt

Gegen 14.50 Uhr hatte sich die Explosion in der Lidl-Firmenzentrale ereignet. Drei Angestellte erlitten teils schwere Verletzungen. Der Sprengsatz wurde in einem Paket versteckt. Und es war nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits am Dienstag gab es bei den „Wild-Werken“ im Rhein-Neckar-Kreis einen ähnlichen Anschlag. Bei dem Capri-Sun-Hersteller explodierte ebenfalls ein Päckchen. Dabei wurde ein Mitarbeiter leicht verletzt. In beiden Fällen tappt die Polizei noch im Dunkeln. Es gab zuvor weder eine Bombendrohung, noch gibt es eine Vermutung über das Motiv der Anschläge. Das Bombenentschärfungskommando hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nun wurde am Flughafen in München* ebenfalls ein verdächtiges Paket gefunden. Es wurde im Pakektverteilzentrum entdeckt und sollte wieder an ein Lebensmittelunternehmen gehen. Diesmal mit Sitz in Bayern. Das teilte die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Donnerstag mit. Das Paket konnte vor der Detonation jedoch entschärft werden.

Bomben-Anschlag auf Lidl-Zentrale: Spezialisten sichern Spuren

Jetzt hat sich auch das Bayerische Landeskriminalamt in die Untersuchungen eingeschaltet. Die Beamten arbeiten eng mit den Kollegen aus dem Nachbarbundesland zusammen. Spezialisten sollen jetzt an den Tatorten sämtliche Spuren sichern, damit der Täter oder die Täter möglichst schnell geschnappt werden können. (tel) *tz.de und Merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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