Opfer wohl gelähmt

Sie haben ihn! U-Bahn-Schubser stellt sich - er kommt aus Ebersberg

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Mit dem Foto einer Zeugin suchte die Polizei nach dem Mann.

Nach dem Vorfall an der U-Bahn Fraunhoferstraße suchte die Polizei nach dem Mann, der einen 55-Jährigen nach einem Streit geschubst haben soll. Nun hat sich der Gesuchte gestellt.

Update 1. Februar: Der Anwalt des Verdächtigen hat sich zu Wort gemeldet. Was ist an dem Abend wirklich passiert?

München/Ebersberg - Die wegen des Vorfalls vom 15. Januar am U-Bahnhof Fraunhoferstraße in München gesuchte Person hat sich am Mittwochnachmittag von sich aus den Ermittlungsbehörden gestellt. Das teilte der Strafverteidiger Florian Alte der Ebersberger Zeitung mit. Er wird auf der Dienststelle der örtlichen Polizei verhört, bestätigt die Polizei.

Bei dem Gesuchten handelt es sich um einen 32-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg. Zur Tat selbst wollte der Rechtsanwalt vorerst keine Angaben machen. Der 32-Jährige soll vor gut zwei Wochen einen 55-Jährigen am U-Bahnhof in der Fraunhoferstraße gegen einen Pfeiler geschubst haben. Für den 55-Jährigen hat die Auseinandersetzung wohl gravierende Folgen: Das Opfer könnte nach Polizeiangaben dauerhaft gelähmt bleiben. 

Die Polizei fahndete seit Dienstag öffentlich mit einem Bild nach dem 32 Jahre alten Mann mit längeren blonden Haaren. 16 Hinweise aus der ganzen Republik gingen laut Polizei bis Mittwoch ein. Die Auseinandersetzung soll am 15. Januar um 17.45 Uhr auf der Rolltreppe am U-Bahnhof begonnen haben. Der Auslöser ist unklar. Der Anwalt des 32-Jährigen äußerte sich dazu nicht. 

Nach ersten Erkenntnissen soll der 55-Jährige sehr sauer reagiert haben und den jungen Mann beleidigt haben. Am Fuß der Rolltreppe soll der 32-Jährige versucht haben, dem 55-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht zu verpassen. Eine couragierte Frau (66) ging dazwischen. Sie stellte sich zwischen die Kontrahenten und forderte sie auf, sich zu beruhigen. 

Doch der Ärger ging weiter. Der 32-Jährige soll den Älteren so kräftig geschubst haben, dass dieser mit dem Kopf gegen eine Betonsäule schlug und bewusstlos zusammensackte. Der mutmaßliche Schubser wurde von einer Augenzeugin fotografiert. Mit einem Bild suchte die Polizei den Mann bundesweit.

Christoph Hollender

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