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„Brauchtum ja – Straftaten nein!“: Münchner Polizei warnt vor Streichen in der Freinacht

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Von: Laura May

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In der Freinacht ziehen vor allem in Oberbayern jedes Jahr Jugendgruppen los, um Streiche zu spielen – die Polizei München warnt: Aus Spaß werden schnell Straftaten.

München – In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es wieder so weit – zahlreiche Gruppen von Jugendlichen ziehen auf der Suche nach Schabernack um die Häuser. Die Freinacht, oder auch Hexennacht, ist ein Mix aus verschiedenen Brauchtümern im südlichen deutschsprachigen Raum.

An Freinacht denken sich Spaßvögel die unterschiedlichsten Streiche aus.
An Freinacht denken sich Spaßvögel die unterschiedlichsten Streiche aus. Aber Vorsicht! Aus Spaß kann schnell Ernst werden, warnt die Polizei. © FOTOPRESS THOMAS SEHR/Archiv

Freinacht 2022 in München: Brennende Mülltonnen und beschmierte Hauswände?

Die Polizei München warnt auch dieses Jahr wieder vor Ausschreitungen. Denn: Aus kleinen Späßen werden in der Freinacht schnell Straftaten. Teilweise würden „Späße gemacht, die andere Personen gefährden können und auch strafrechtliche relevante Taten sein können“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Nacht würde insbesondere von Jugendlichen oft dazu genutzt, um in Gruppen nach Beginn der Dunkelheit loszuziehen und Spaß zu haben. Brennende Müllcontainer, besprühte Verkehrsschilder oder beschmierte Hauswände stellen aber keinen Spaß dar, heißt es vonseiten der Polizei.

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Ein kleines Mädchen auf einem Spielplatz, der mit Klopapier und Rasierschaum zugemüllt ist.
Öffentliche Plätze werden in der Freinacht oft mit Klopapier oder Rasierschaum verschandelt. © Klaus Haag

Freinacht 2022 München: „Angebliches kulturelles Brauchtum ist kein Freifahrtschein für Straftaten“

Es würde immer wieder fremdes Eigentum beschädigt oder sogar auch Leib und Leben anderer gefährdet. Im vergangenen Jahr gab es dabei im Bereich des Polizeipräsidiums München zehn Einsätze mit Bezug zur Freinacht. In den Jahren vor der Corona-Pandemie waren diese Zahlen aber höher (jeweils deutlich über 50 Einsätze).

Die Münchner Polizei appelliert auch dieses Jahr wieder an die Vernunft der feiernden, jungen Bürger der Stadt: „Brauchtum ja – Straftaten nein!“ – so die Hoffnung der Beamten. „Angebliches kulturelles Brauchtum ist kein Freifahrtschein für Straftaten.“

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