Eklat bei Firmen-Fußballspiel

Junger Schiedsrichter (17) leidet nach Angriff bei Firmen-Fußballspiel - Richter will „ein Zeichen setzen“

Das Opfer: Schiedsrichter Sam S. am Dienstag vor Gericht.
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Das Opfer: Schiedsrichter Sam S. am Dienstag vor Gericht.

Bei einem Firmen-Fußballspiel auf dem Sportplatz des SV Trudering kam es zu einem tätlichen Angriff auf den Schiedsrichter. Nun sprach das Gericht ein Urteil.

  • Bei einem Firmen-Fußballspiel kam es zu einem tätlichen Angriff auf den Schiedsrichter.
  • Nun musste sich der Täter vor dem Amtsgericht München verantworten.
  • Der Richter legte das Strafmaß fest und will damit nun „ein Zeichen setzen“.

München/Trudering - Auf dem Fußballplatz geht es freilich auch mal hochemotional her: Da wird geschimpft, auch gestritten – selbst wenn es sich nicht um die Champions League, sondern um ein Spiel in der Firmenliga handelt. Aber: Immer häufiger werden besonders Schiedsrichter gar körperlich angegriffen. So wie am 18. Mai vergangenen Jahres auf dem Sportplatz des TSV Trudering – bei der Partie Siemens Infineon gegen Rohde & Schwarz. 

Unter der Attacke leidet der damals 17-jährige Schiedsrichter Sam S. auch heute noch. Der Gymnasiast (Mitglied im Verein SV Zamdorf) wurde von einem Spieler krankenhausreif geschlagen. Am Dienstag musste sich Täter Christian G. (33, Name geändert) wegen Körperverletzung an Sam S. vor dem Amtsgericht verantworten.

München: Bei Firmen-Fußballspiel in Trudering sorgt für Eklat

Alles begann in der 34. Minute. Nach einem Foulspiel von Christian G. von Siemens setzte es die Gelbe Karte. G. soll im weiteren Verlauf des Spiels immer aggressiver geworden sein. Als der Schiri in der 51. Minute schließlich die Rote Karte aus der Tasche zog, konnte sich G. nicht mehr bändigen. Wutentbrannt soll G. mit dem rechten Arm dem Schiri so fest ins Gesicht geschlagen haben, dass er für kurze Zeit benommen war. Der Schüler brach daraufhin die Partie ab, verließ das Spielfeld.

Dieses Bild zeigt, wie der Täter nach der Attacke den Platz verlässt.

Der harte Schlag hatte Konsequenzen: Zum einen wurde S. wegen einer Gehirnerschütterung, Sehstörungen und starken Schmerzen zwei Tage im Krankenhaus behandelt. Zum anderen gab es für den Fußball-Rowdy Christian G. eine Anzeige.

Sein Verdacht hatte sich als richtig erwiesen. Ein Mann wurde in München von einem Unbekannten bedroht, nachdem letzterer sich zuvor auffällig verhalten hatte.

Video: Spitzen-Schiedsrichter solidarisieren sich gegen Gewalt auf dem Platz

München: Bei Firmen-Fußballspiel wird Schiedsrichter geschlagen - Gericht fällt Urteil

Dieser entschuldigte sich nun vor Gericht bei dem Schiri für sein „massives, respektloses Verhalten“. Er sei wegen des Spielverlaufs frustriert gewesen. Eigentlich habe er dem Schiri „nur die Pfeife wegschlagen“ wollen. 

Das machte es für den Richter allerdings nicht besser: 600 Euro Schmerzensgeld muss G. zahlen. Sam S. wird das Geld für einen guten Zweck spenden: „Ich wollte mit der Anzeige ein Zeichen setzen gegen Gewalt auf dem Fußballplatz und speziell gegen Schiedsrichter“, so das Opfer. 

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich auch im November. Bei einem A-Klasse-Spiel in München eskalierte ein Zuschauer komplett. Der 24-Jährige ohrfeigte einen 13-jährigen Linienrichter.

Tina Layes

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