Anwaltsbüro nimmt Stellung

Tödlicher Bootscrash am Gardasee: Alkoholtest abgelehnt? Neue Details zu verdächtigen Münchnern bekannt

Die Ermittlungen um den furchtbaren Boots-Crash am Gardasee laufen. Einer der Tatverdächtigen aus München soll einen Alkoholtest abgelehnt haben - sein Anwalt äußert sich.

München - Das Drama um den tödlichen Boots-Crash am Gardasee geht weiter. In Italien häufen sich die Vorwürfe gegen die beiden Münchner, die den Zusammenstoß verursacht haben sollen. Einer der Gründe dafür: einer der Tatverdächtigen lehnte es ab, einen Alkoholtest zu machen.

Der Anwalt des Tatverdächtigen aus München äußerte sich zu dem Vorfall - und auch zu der Entscheidung gegen einen Alkoholtest. Ein solcher Test sei für Unfälle auf dem Wasser nicht verpflichtend, so das Anwaltsbüro. Zuvor war bereits in Italien über den abgelehnten Alkoholtest berichtet worden.

Gardasee: Münchner sollten Holzboot gerammt haben - Wirbel um Alkoholtest

Bei dem Zusammenstoß auf dem Gardasee kam ein junges Paar ums Leben*. Die Münchner Touristen sollen das Holzboot der beiden Italiener gerammt haben. Der andere beteiligte Münchner hatte italienischen Medien zufolge einen Alkoholtest gemacht. Der Test war demnach negativ ausgefallen. Zuvor hatten angebliche Zeugenberichte die Runde gemacht, dass die Männer sich vor der Fahrt auf dem See an Land betrunken hätten.

In der italienischen Zeitung La Stampa werden die Deutschen ausführlich zitiert. Für Aufsehen gesorgt hatte auch, dass die Touristen nach dem Vorfall nach Deutschland zurückgekehrt waren. Die Rede war von einer Flucht. „Wir ließen das Boot am Hafen stehen und fuhren den Abend fort, weil wir nicht einmal wussten, dass wir zwei Menschen getötet hatten. Wir waren überzeugt, dass wir einen Ast oder höchstens einen Stein getroffen haben“, werden die Männer in dem Blatt zitiert. Erst vom Anwalt sollen sie vom Tod des Paares erfahren haben.

Tödlicher Gardasee-Crash: Boote werden untersucht - Ermittlungen laufen

Die Ermittlungen laufen aktuell weiter, die Boote werden untersucht. Wie italienische Medien außerdem berichten, soll das verunglückte Paar geschlafen haben, als es von dem anderen Boot gerammt wurde. „Wir haben nur die Lichter der Küste gesehen, das Boot war nicht beleuchtet“ - das sollen die Touristen aus München laut ihrem Anwalt zu dem Vorfall gesagt haben. (*tz.de und Merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA).

Rubriklistenbild: © Gabriele Strada/AP/dpa

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