Am Odeonsplatz

München gedenkt der Opfer von Paris

+
Dieses Foto entstand am Sonntagabend – die Münchner legten Blumen und Kerzen nieder.

München - Auch knapp eine Woche nach den Anschlägen von Paris erschallt die "Marseillaise" in München. So demonstrieren die Bürger den Zusammenhalt mit dem gebeutelten Nachbarn.

Das „Allons enfants de la Patrie“ der Marseillaise schallt seit dem Wochenende aus Millionen Kehlen. Auch die Münchner wollten die kämpferische französische Nationalhymne am Donnerstagabend auf dem Odeonsplatz singen – so wollten sie ihre Solidarität mit den Opfer der feigen Anschläge von Paris ausdrücken. Zu der Gedenkkundgebung hatte das französische Generalkonsulat aufgerufen: „Die Terroristen haben sich Orte des Zusammenlebens ausgesucht, wo Grenzen zwischen Kultur, Herkunft und Religion überwunden sind. Sie wollen uns spalten, wir werden sie nicht gewinnen lassen. Nous sommes unis!“ Das Generalkonsult bekräftigt auch, dass die Solidarität über Frankreich hinaus geht – etwa in Beirut, Nairobi, Ankara, Suruç und alle Länder, in denen Menschen Opfer der Gewalt wurden.

Am Freitag wollen Münchner Muslime und Nicht-Muslime gemeinsam ein Zeichen gegen Hass und für ein friedliches Miteinander setzen. Am Tag nach den Anschlägen in Paris hatten Mitglieder des Münchner Forums für Islam in einer emotionalen Zusammenkunft entschieden, dass Worte gegen den Terror nicht genug sind. „Wir wollen Gesicht zeigen und ein Zeichen des Friedens setzen – alle Menschen, aller Religionen“, sagt der Initiator, Imam Benjamin Idriz. „Der Islam ist eine friedliche Religion, die Gewalt und Terror ablehnt.“ Sie haben weitere islamische Gemeinschaften aus München als Unterstützer gefunden und Bündnisse wie Bellevue di Monaco, München ist bunt, den Kreisjugendring und die Friedenskette.

Um 16.30 Uhr geht es mit einer Kundgebung am Geschwister-Scholl-Platz los. Sprechen werden unter anderen Alt-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Imam Benjamin Idriz. In einem Schweigemarsch zur Hotterstraße wird der Opfer von Gewalt und Terror auf der ganzen Welt gedacht.

Min

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Verbotener Tanz in Striptease-Bar: Razzia in der Maxvorstadt
Verbotener Tanz in Striptease-Bar: Razzia in der Maxvorstadt
Kostenexplosion! Münchner S-Bahn-Tunnel wird zum Milliardengrab
Kostenexplosion! Münchner S-Bahn-Tunnel wird zum Milliardengrab
Die besten Wiener Schnitzel in München und Umland: Hier wird besonders gut paniert
Die besten Wiener Schnitzel in München und Umland: Hier wird besonders gut paniert
Arnulfsteg kostet 26 Millionen Euro -Stammstrecke muss gesperrt werden  
Arnulfsteg kostet 26 Millionen Euro -Stammstrecke muss gesperrt werden  

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.