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Spendenaktion für die Kinder der Opfer

Schrecklicher Unfall in München-Giesing: Junge Mutter schwebt noch in Lebensgefahr

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Ruza mit ihren Töchtern Anastasia (l.) und Amanda

In München-Giesing hat sich Ende November ein schrecklicher Unfall ereignet, bei dem eine junge Mutter aus München gestorben ist. So kam es zu der schlimmen Tragödie mit zwei Fußgängerinnen. 

Unfall in München-Giesing: Spendenaktion für die Kinder von Ruza

Update von Dienstag, 4. Dezember, 17.57 Uhr:

München - Dieser Unfall bewegt die ganze Stadt. Vor zwei Wochen, am Abend des 21. November, sind zwei junge Frauen beim Versuch die Chiemgaustraße zu überqueren von zwei Autos erfasst und schwer verletzt worden. Die 25 Jahre alte Tanja K. starb noch in der Nacht. Sie hinterlässt zwei kleine Kinder (siehe Text unten). Ihre Schwägerin Ruza S. (28) überlebte, schwebt aber noch immer in Lebensgefahr. Familie und Freunde beten für sie – und wollen mit einer Spendenaktion auf das Leid der vier Kinder aufmerksam machen.

„Wir wissen immer noch nicht genau, wie es zu dem Unglück kam“

An jenem verhängnisvollen Mittwochabend wollte Ruza gemeinsam mit ihrer Schwägerin Tanja den Mittleren Ring auf Höhe des Scharfreiterplatzes überqueren. Die jungen Frauen wollten offenbar in dem gegenüberliegenden Supermarkt einkaufen. Sie kehrten nie zurück… „Wir wissen immer noch nicht genau, wie es zu dem Unglück kam“, erzählt eine Freundin der Familie, die noch immer schwer unter Schock steht.

Die Umstände waren denkbar schlecht: Es war bereits finster, als die jungen Mütter um 19 Uhr über die viel befahrene Chiemgaustraße liefen. Genau an einer Baustelle, an der wegen der Sanierung der dortigen Fußgängerunterführung die Fahrbahnmarkierungen verändert wurden. Die Unfallermittler gehen derzeit davon aus, dass Ruza und Tanja in der Mitte der Straße auf einer weiß schraffierten Fläche wegen vorbeifahrender Autos plötzlich stoppten. Fatal, denn die Frauen standen keineswegs in einer sicheren Zone, sondern mitten auf einer der Fahrspuren.

Ruza ringt noch mit dem Tod

Dann nahm das Drama seinen Lauf: Ein Mini-Fahrer (56) rammte die Mütter frontal. Die Frauen wurden durch den Aufprall auf die Gegenfahrbahn geschleudert, dort von einem Mercedes ein zweites Mal erfasst und sogar überrollt. Den Augenzeugen bot sich ein schreckliches Bild. Passanten kümmerten sich um die Frauen. Sanitäter brachten sie in Krankenhäuser. Tanja schaffte es nicht…

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Auch Ruza hat es schlimm erwischt. Mit mehreren Knochenbrüchen und gravierenden inneren Verletzungen ringt sie zwei Wochen nach dem Unfall noch immer mit dem Tod. Ihr Vater Zoran (45) zur tz*: „Wir wachen jeden Tag an ihrem Bett und beten. Die Ärzte wissen nicht, ob sie es schafft. Aber wir glauben an das Wunder.“ Sollte Ruza überleben, wird sie dauerhaft auf Hilfe angewiesen sein. Auch die Kindergärtnerin hat zwei kleine Töchter.

Für Anastasia (8) und Amanda (5) hat die Familie ein Spendenkonto im Internet eingerichtet – damit die dunkle Weihnachtszeit für die Kinder ein wenig erhellt wird. 

Auch Tanja K. hinterlässt zwei Kinder

Tijana (3) und Isabella (5 Monate) werden ohne Mama aufwachsen. Die Frau, die sich bis zuletzt so rührend um sie gekümmert hat, musste viel zu früh gehen. Tanja K. († 25) ist das Todesopfer des Unfalldramas von Obergiesing. Für die 25-Jährige kam jede Hilfe zu spät. Sie starb kurz nach dem Unfall an ihren schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus. Für Dragan K., den Vater der Kinder und Lebensgefährten Tanjas, ist der Unfall ein doppelter Schicksalsschlag.

Er musste in der vergangenen Woche nicht nur die Mutter seiner Kinder beerdigen, der junge Mann bangt zudem noch immer um das Leben seiner Schwester Ruza. „Wir sind alle fix und fertig“, sagt er. „Aber es muss für uns alle weitegehen. Schon alleine wegen der Mädchen.“ Und auch für die Kinder der verstorbenen Tanja gibt es eine Spendenseite. Unterleetchi.com/c/weisen-kinder können Sie, liebe Leser, Gutes tun. Dragan K. hat ein Sparbuch für seine Töchter angelegt. Er sagt: „Mit dem Geld können wir die Liebe der Mutter nicht ersetzen, aber den Kindern wenigstens eine kleine finanzielle Absicherung bieten.“

J. Heininger

Unfall in München-Giesing: Junge Mutter hinterlässt zwei Kinder - andere Frau in Lebensgefahr

Update von Freitag, 23. November, 8.30 Uhr: Das Schicksal kann so grausam sein. Am Mittwochabend ist in Obergiesing eine Münchnerin (25) gestorben. Sie und eine 28 Jahre alte Münchnerin wurden bei dem Versuch, die Chiemgaustraße zu überqueren, von einem Auto erfasst, auf die Gegenfahrbahn geschleudert und erneut überrollt. Die 25-Jährige starb kurz darauf. Die junge Mutter hinterlässt zwei ­Kinder. Auch um ihre Begleiterin steht es schlecht: Nach Polizeiangaben schwebt die 28-Jährige in Lebensgefahr. 

Um 19 Uhr nahm das Drama seinen Lauf. Die Frauen wollten auf Höhe der Einbiegung zum Scharfreiterplatz die Straßenseite wechseln. Dort sind die Fahrspuren des Mittleren Rings wegen einer Baustelle versetzt. Eine Fehleinschätzung wurde den Frauen wohl zum Verhängnis: Als sie die ersten beiden Spuren überquert hatten, dachten sie, auf der weiß schraffierten Fahrbahnmarkierung seien sie sicher. Dass diese Linien derzeit nicht gelten und die aktuellen Fahrspuren durch gelbe Linien gekennzeichnet sind, haben die beiden Mütter wohl zu spät erkannt. 

Zwei Frauen wurden zunächst von einem Wagen erfasst, dann von einem anderen Auto überrollt.

Ein Mini-Fahrer (56) rammte die Frauen frontal. Durch den Aufprall wurden sie auf die Gegenfahrbahn geschleudert und von einer Münchnerin (46) in ihrem Mercedes überrollt. Den vielen Autofahrern und Fußgängern bot sich ein Bild des Grauens. 

Sofort kümmerten sich Passanten um die Opfer, schnell war auch ein Großaufgebot der Feuerwehr vor Ort, die Mütter wurden in Krankenhäuser transportiert und notoperiert. Für die jüngere von beiden kam jede Hilfe zu spät: Sie starb noch in der Nacht. 

Der Horror auf den Straßen: Am Donnerstag fand er seine Fortsetzung. Auf der A99 bei Hohenbrunn kam ein Mann ums Leben. Ein Sprinter fuhr auf einen 40-Tonner auf – der Fahrer des Transporters hatte keine Chance. Er starb an der Unfallstelle. 

Fast zeitgleich erfasste am Leuchtenbergring (Berg am Laim) ein Kleinlaster eine etwa 55-jährige Fußgängerin. Sie kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik. Auch sie überlebte den Unfall nicht.

Auch dramatisch: Ein heftiger Unfall hat sich in München kurz vor dem Frankfurter Ring im Stadtteil Milbertshofen ereignet. Bei einer Kollision mit einem Betonmischer wurde ein BMW-Fahrer schwer verletzt.

Zudem fuhr ein in Schlangenlinien auf der A73 bei Bamberg. Eine Streife der Polizei stoppte das Auto. Beim Blick in den Kofferraum machten die Polizisten eine grausige Entdeckung.

Nach einem Brand in einem Reihenhaus musste eine Frau mit Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Dass ihr nicht noch viel schlimmere Dinge passiert sind, hat sie dem geistesgegenwärtigen Eingreifen der Nachbarn zu verdanken.

Drama in München: Verkettung unglücklicher Umstände führte zum tragischen Unfall

Update Donnerstag, 22. November, 21.25 Uhr: Entgegen unserer Berichterstattung am Donnerstagabend, ist das zweite Opfer, die 28-jährige Frau, nicht hirntot. Sie wird weiterhin in einer Klinik behandelt. Wir bitten diese Meldung zu entschuldigen. 

Schrecklicher Unfall in München-Giesing: Fatale Verkettung unglücklicher Umstände?

Das Drama von Obergiesing – war es eine fatale Verkettung unglücklicher Umstände? Fakt ist: An der Unfallstelle führt normalerweise eine Fußgängerunterführung auf die andere Straßenseite. Weil der Durchgang gerade saniert wird und damit gesperrt ist, wählten die zwei Frauen wohl den riskanten Weg direkt über die Fahrbahn. Die Sperrung der Unterführung soll noch bis Dezember andauern. In beiden Richtungen gibt es in etwa 100 Meter Entfernung sichere Übergänge an Ampeln.

Unfall in München: Frauen (25 und 28) überqueren Straße in Giesing - Auto erfasst sie 

Update 12.50 Uhr: Wie konnte es zu dem tragischen Unfall am Mittwochabend in Giesing kommen? Zwei Münchnerinnen überquerten die Chiemgaustraße - und blieben in der Mitte der Straße stehen. Das teilte die Polizei mit. Dort ist der Verlauf der Fahrspuren derzeit wegen einer Baustelle verändert. 

Die 25 und 28 Jahre alten Frauen wurden vom Mini eines 56-Jährigen erfasst und auf die andere Spur geschleudert. Im Gegenverkehr erfasste eine 46-Jährige aus München die Frauen. Zunächst hieß es, dass es sich um einen 47 Jahre alten Mann handeln würde. Die Polizei hat die Angaben nun geändert. 

Die 28-Jährige schwebt nach einer sofortigen Notoperation weiterhin in Lebensgefahr. Passanten versuchten noch vor Ort, das Leben der 25-Jährigen zu retten. Die Fußgänger sind laut Mitteilung der Feuerwehr medizinisch tätig und leisteten sofort Erste Hilfe. Die Frau wurde im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht und verstarb dort später. 

Unfall in München-Giesing: Weitere traurige Details bekannt

Update vom 22. November, 9.12 Uhr: Immer mehr traurige Details werden zu dem Unfall in Giesing bekannt. Unter anderem ist mittlerweile das Alter der beiden verunglückten Frauen klar. Bei der Toten handelt es sich um eine 25-Jährige aus München. Die lebensgefährlich verletzte Frau ist laut Angaben der Polizei 28 Jahre alt. Auch Details über den möglichen Unfallhergang gaben die Ermittler heraus. So haben die Fußgängerinnen höchstwahrscheinlich eine Baustellenmarkierung übersehen. „Sie orientierten sich nicht an der gelben, sondern an der weißen Markierung und standen deshalb mitten auf der Fahrbahn“, so ein Polizeisprecher.

Frauen von Auto erfasst: 25-Jährige kommt ums Leben - Fotostrecke

Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
Zwei Frauen wurden von einem Auto erfasst, dann von einem anderen Wagen überrollt. © Thomas Gaulke

Ein 56 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern - er erfasste die beiden Frauen mit seinem Wagen frontal. Die Wucht des Aufpralls war so gewaltig, dass die jungen Passantinnen auf die Gegenfahrbahn geschleudert wurden - dort wurden sie vom Auto einer 46-Jährigen überrollt.

Frau in Lebensgefahr nach Unfall in München-Giesing

Update vom 22. November, 8.20 Uhr: Nach dem schweren Unfall in Giesing am Mittwochabend schwebt die zweite Frau in Lebensgefahr. „Der Zustand ist kritisch“, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. 

Zwei Fußgängerinnen waren an einer Kreuzung von einem Auto erfasst worden. Eine der beiden Frauen verstarb kurz nach dem Unglück im Krankenhaus. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem Unfall aus.

Erstmeldung zum Unfall in München-Giesing: Zwei Frauen von Auto erfasst

München - Tragischer Verkehrsunfall am Mittwochabend in München-Giesing: Ein Auto kollidierte folgenschwer mit zwei Fußgängerinnen. Beide wurden schwerst verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, wo eine von ihnen verstarb. Die andere Frau befindet sich in einem kritischen Zustand. Das teilte die Polizei am späten Mittwochabend mit.

Lesen Sie auch: S-Bahn München: Fahrplanänderungen wegen Tunnelarbeiten

München: Chiemgaustraße nach tödlichem Unfall gesperrt

Der Unfall ereignete sich an der Ecke Chiemgaustraße/Ecke Scharfreiterplatz. Es bestehen dort zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 21. November, 22.52 Uhr) noch Verkehrssperren. Mehr Informationen wird die Polizei am Donnerstag veröffentlichen.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook -Seite „Giesing– mein Viertel“.

Auch dramatisch: Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurde am vergangenen Donnerstag ein Lkw auf der Autobahn bei Osnabrück kontrolliert. Reine Routine? Von wegen. Was die Beamten entdeckten, verschlug ihnen die Sprache.

Am Samstag ereignete sich auf der Bundesstraße 12 bei Rattenkirchen im Landkreis Mühldorf ein schwerer Verkehrsunfall. Beide Fahrzeuge fingen dabei Feuer.

Zu einem schweren Unfall kam es auf der A27 bei Bremerhaven, als eine Fahranfängerin ein Stauende übersah und mit ihrem Mini Cooper auf einen VW Tiguan prallte. Plötzlich fing der Mini Cooper Feuer.

Auf der B12 im Landkreis Mühldorf hat sich ein schwerer Unfall ereignet. Eine Person verbrannte in ihrem Ford Mustang. Mehrere Personen wurden schwer verletzt.

Zu einem heftigen Unfall kam es in Delmenhorst. Nicht etwa nachts, sondern gegen 19 Uhr war ein Peugeot-Fahrer mit über zwei Promille im Blut unterwegs und rammte im Vollrausch einen parkenden Ford Pick-Up.

In Cloppenburg nahm der Leichtsinn einer 21-Jährigen ein tödliches Ende, als sie unangeschnallt und mit Handy am Steuer in den Gegenverkehr raste. Die Rettungskräfte versuchten über eine Stunde vergeblich die junge Frau zu reanimieren.

Bei einem schweren Unfall sind mehrere Personen verletzt worden. In Erding ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast.

cg/mes

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