Giesing

Stadt lehnt Neubau auf Grünfläche ab

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Mihail Tzekov und Emine Clas ärgert es, dass die Spielgeräte abgebaut sind.

München - Grünanlage oder Wohnungen und Kitas? Ein Traunsteiner Bau-Unternehmer will in Giesing eine viergruppige Kita sowie 16 Wohnungen errichten. Doch die Stadt verweigert ihm die Baugenehmigung.

Grünanlage oder Wohnungen und Kitas? Ein Traunsteiner Bau-Unternehmer will in Giesing eine viergruppige Kita sowie 16 Wohnungen errichten. Doch die Stadt verweigert ihm die Baugenehmigung, weil sie die Grünfläche, auf der die Häuser entstehen sollen, erhalten will.

Das Grundstück an er Amerstorfferstraße wurde 2004 vom Bund verkauft, es gehört jetzt Bauunternehmer Rolf Spar: „Ich möchte hier eine Wohnanlage mit Kitas bauen, doch mein Bauantrag wurde 2011 abgelehnt.“ Die Stadt argumentiert, mit der Wohnanlage würden die „Grundzüge der Planung berührt“. Als die Amis die Wohnanlage bauten, richteten sie in der Mitte den Spielplatz ein. Als sie wegzogen, wurden die Häuser saniert und die Wohnungen verkauft. „Für die Anwohner wurden neue Spielplätze auf den einzelnen Hausgrundstücken errichtet“, erklärt Spar. Auch die Grünausstattung sei in der Umgebung hervorragend.

Seit Monaten ärgern sich die Bewohner der kleinen Amisiedlung über den verwahrlosten Zustand des Grundstücks in der Nachbarschaft der JVA Stadelheim. So schimpfen Emine Clas und Mihail Tzekov über „erhebliche Mengen Gartenabfälle“ auf dem Grundstück. Außerdem seien dort Spielgeräte abgebaut worden und liegen nun einfach herum.

Die Stadt ist der Meinung, die Fläche müsse unbebaut bleiben. Im einfachen Bebauungsplan sei die Fläche als „Spielplatz“ eingetragen. „Das ist nur ein nachrichtlicher Eintrag“, so der Bauherr. Er zog vor das Verwaltungsgericht München, die Klage wurde aber abgeschmettert. Jetzt will Spar vor den Verwaltungsgerichtshof ziehen. Spar erklärt: „Falls ich auch auf diesem Weg keine Baugenehmigung bekomme, muss ich das Grundstück einzäunen und sich selbst überlassen.“

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J. Welte

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