Quadratmeter kostet bis zu 365 Euro

Das große Geschäft mit unserer Fußgängerzone

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Das Einzige, das zählt, ist Geld: Die Fußgängerzone hat die meisten Einkäufer, die höchsten Ladenmieten und fast nur noch Ladenketten.

München - Mehr Einkäufer, steigende Mieten: Fast nur noch Ladenketten können sich die Liebhaberpreise leisten, die in Kaufinger Straße und Co. derzeit an Miete aufgerufen werden.

Zara, H&M, Pimkie: So schaut nicht nur die Münchner Modewelt mittlerweile aus – sondern auch die Fußgängerzone. Fast nur noch Ladenketten können sich die Liebhaberpreise leisten, die in Kaufinger Straße und Co. derzeit an Miete aufgerufen werden. Den Alteingesessenen droht der Ladenschluss. Dieser Trend wird so weitergehen, stellen die Markt-Experten des Immobilienberaters BNP Paribas Real Estate in einer neuen Studie fest. So verändert die Innenstadt ihr Gesicht.

In der Kaufinger Straße zum Beispiel gehören schon 89 Prozent zu einer nationalen oder internationalen Kette, in der Weinstraße liegt dieser Filialisierungsgrad bei 87 Prozent, in der Sendlinger Straße führt dagegen in fast jedem zweiten Laden der Inhaber selbst das Geschäft. München ist da keine Ausnahme: Die Experten haben in Berlin und Hamburg sogar stellenweise noch mehr Filialen gezählt, in Köln waren es dagegen etwas weniger.

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Wo die meisten Einkäufer und wie hoch sind die Ladenmieten sind (hier klicken)

Zählen und zahlen: Der Trend hat natürlich einzig und allein mit dem schnöden Mammon zu tun. In unserer Fußgängerzone spazieren die meisten Einkäufer der Republik: 13.490 pro Stunde hat der Immobilienberater am Stichtag 15. Juni bei 27 Grad Celsius und Sonnenschein in der Kaufinger Straße gezählt – Einheimische mit der höchsten Kaufkraft der Republik und Touristen in Spendierlaune. „Vor allem der Mix aus namhaften Filialisten, trendigen Flagship-Stores und Kaufhäusern trägt dazu bei, dass Konsumenten ein umfangreiches Angebot mit einem spannenden Einkaufsflair vorfinden“, sagt Retail-Chef Christoph Scharf von BNP. Das treibt die Mieten weiter in die Höhe: In der Kaufinger Straße steigt der Quadratmeterpreis sogar noch einmal von 360 auf 365 Euro! Viele Ketten legten sogar ordentlich „key money“ auf den Tisch – Ablösesummen sind das, um sich ein Schaufenster in der schönen Stadt zu sichern.

DAC

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