U-Bahn, Bus und Tram

Großer Streik: Steht am Donnerstag alles still?

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Vorige Woche traf es nur die Tram. Stehen morgen auch Bus und U-Bahn still?

München - Bislang sind die Münchner noch vom großen Nahverkehrsstreik verschont geblieben. Doch am Donnerstag könnte es mit der Ruhe vorbei sein: Die Gewerkschaften bereiten einen großen Streik vor!

Bislang sind die Münchner vom großen Nahverkehrsstreik noch verschont geblieben. Währen in Augsburg und Nürnberg Bus, Tram und U-Bahn schon zwei Tage lang lahm gelegt waren, gab es in München nur einen sechsstündigen Warnstreik bei der Tram. Doch am Donnerstag könnte es mit der Ruhe vorbei sein: Die Gewerkschaften bereiten einen großen Streik bei U-Bahn, Bus und Tram vor!

Die Folge: eine verstopfte Innenstadt, weil Pendler versuchen, auf eigene Faust ins Büro zu kommen oder Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Zugleich Hochbetrieb auf den Radwegen … Dieses Szenario wird wohl bald wieder Realität: „Wir werden unsere bisherigen Streikaktivitäten voraussichtlich ausweiten“, so Franz Schütz, Verdi-Gewerkschaftssekretär für den Verkehr vor der entscheidenden Unterredung der Gewerkschaften gestern Nachmittag.

Bislang hatten die Fahrgäste von den Streiks wenig bemerkt. MVG-Chef Herbert König führte das auf „eine eher mäßige Streikbeteiligung“ zurück. Die Gewerkschaften erklärten, dass sie die Fahrgäste bei den ersten Ausständen nicht treffen wollten.

Schütz: „Wenn das Herrn König nicht beeindruckt hat, werden wir wohl den Fahrdienst bestreiken müssen.“ Da die Gewerkschafter versprochen haben, die Öffentlichkeit 24 Stunden im Voraus zu informieren, könnte der Streik frühestens am Donnerstag stattfinden. Der genaue Termin wurde gestern Nachmittag noch nicht bekanntgegeben. Was das Ausmaß angeht: Es werden wohl alle drei MVG-Verkehrsmittel betroffen sein. Schütz sagt: „­U-Bahn, Tram und Bus gehören zusammen.“

Arbeitgeber: Wir bieten 7 Prozent mehr

Werner Albrecht

Bei den Tarifverhandlungen der kommunalen Verkehrsbetriebe in Bayern, wegen der derzeit landesweit gestreikt wird, sitzt der Personalchef der Stadtwerke München, Werner Albrecht (Foto), mit am Tisch. Die Arbeitgeber hatten den Fahrern des Nahverkehrs angeboten, den Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes zu übernehmen. „Das würde bedueten, dass die Fahrer insgesamt ein Gehaltsplus von 7 Prozent bekommen würden.“ Die Forderungen der Gewerkschaften würden laut Albrecht ein Plus von 10 Prozent bedueten. „Das müssten entweder die Fahrgäste oder die Steuerzahler bezahlen“, so MVG-Chef Herbert König. Er schätzt, dass das von den Gewerkschaften geforderte Gehaltsplus bedeuten würde, dass die Fahrpreise bei der nächsten Anpassung „um ein knappes Prozent“ mehr angehoben werden müssten. Ein Streik würde in jeden Fall den Bürger treffen, da die Einnahmeverluste ein städtisches Unternehmen träfen. Die Einkommen der MVG-Fahrer im kommunalen Tarif seien seit 2007 um 15 Prozent gestiegen.

Johannes Welte

 

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