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Billig wohnen in der Stadt

Miet-Wahnsinn in München: Bezahlbare Wohnungen geplant - so haben auch Sie jetzt Chancen

Eine Karte der geplanten Genossenschafts-Wohnungen in München.
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Eine Karte der geplanten Genossenschafts-Wohnungen in München.

Wie die GIMA am Dienstag erklärte, sind 3090 günstige Genossenschaftswohnungen in der Planung. „Darauf sind wir schon stolz“, sagte Vorstand Christian Stupka.

  • 3090 neue Genossenschaftswohnungen sind in München in Planung.
  • Teilweise werden alte Häuser abgerissen und neu gebaut.
  • Wer in einer Genossenschaft wohnt, zahlt keine Miete, sondern eine Nutzungsgebühr für die Wohnung.

München* - Für viele Münchner sind sie wie ein Sechser im Lotto: Genossenschaftswohnungen. Ihre großen Vorteile: Der Mietpreis ist deutlich günstiger, niemand braucht Angst vor einer Eigenbedarfskündigung zu haben, dazu gibt es Gemeinschaftsangebote, wie etwa Handwerkerleistungen. 23 000 Genossenschaftswohnungen haben die 28 Organisationen vermietet, die zur Genossenschaftlichen Immobilienagentur München (GIMA) gehören. Und es werden immer mehr: Allein in den vergangenen sechs Jahren sind 5436 neue Einheiten hinzugekommen. Bis 2028 wird noch mal eine Schippe draufgelegt: Wie die GIMA am Dienstag erklärte, sind jetzt 3090 günstige Wohnungen in der Planung. „Darauf sind wir schon stolz“, sagte Vorstand Christian Stupka.

Nicht in jedem Fall handelt es sich dabei um neuen Wohnraum: Teilweise werden auch alte Häuser abgerissen und neu gebaut. In der Regel haben die Genossenschaften zwei Optionen: Den Bestand nachverdichten oder neue Flächen in der Stadt nutzen. Wie zum Beispiel auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne im Norden.

Genossenschaften in München: Spekulanten haben keine Chance

Diese Projekte tun München gut, wie Stupka erklärte: Denn bei diesen Häusern haben Spekulanten keine Chance, es wird nicht an der Preisschraube gedreht. Das zeigt sich am Mietpreis pro Quadratmeter, der in München durchschnittlich bei satten 16,70 Euro liegt, auch Preise über 20 Euro sind nicht ungewöhnlich. In Genossenschaftswohnungen zahlt man indes viel weniger. Stupkas Vorstandskollege Thomas Schimmel nannte sogar Beispiele: 9,80 Euro pro Quadratmeter! „Das gibt das System her.“

Seinen Worten nach würden viele GIMA-Genossenschaften gern noch mehr günstigen Wohnraum anbieten. Allein in den Dachgeschossen der bestehenden Immobilien wäre Platz für 200 Einheiten. Sie zu schaffen, sei aber nicht immer leicht: Will man zum Beispiel zwischen bestehende Gebäude bauen, also nachverdichten, gelte es unglaublich vielschichtige Faktoren zu beachten: Werden Abstände eingehalten? Müssen Bäume stehenbleiben? Was sagen die Nachbarn? Wie steht‘s um den Brandschutz? Und dann gibt es noch den Denkmalschutz.

Schimmels Wunsch an Stadt: „Nicht gleich sagen, was nicht geht, lieber gemeinsam Lösungen finden.“ Stadtbaubaurätin Prof. Elisabeth Merk betonte ihre Bereitschaft dafür, spielte den Ball zugleich zurück und warb für mehr Kooperation – auch mit Blick auf die Nachbarschaften und das jeweilige Quartier. Nadja Hoffmann

Genossenschaftswohnungen in München: Tipps für den Beitritt

Wer in einer Genossenschaft wohnt, zahlt keine Miete, sondern eine Nutzungsgebühr für die Wohnung. Beim Eintritt wird meist eine Aufnahmegebühr fällig, häufig verlangen Genossenschaften auch Einlagen ihrer Mitglieder. Wie es mit der Organisation weitergeht, bestimmen die Mitglieder, der Genossenschaftsvorstand und der Aufsichtsrat. Laut der Stadt gibt es mehr als 50 Wohnungsgenossenschaften. Häufig aber haben sie Aufnahmestopp, da im teuren München die Nachfrage nach Mitgliedschaften stark gestiegen ist. Am Ball bleiben lohnt sich: Immer wieder gibt es bei bestehenden Genossenschaften neue Chancen, beizutreten.

Außerdem gründen sich in München auch neue Organisationen, die noch Mitglieder suchen. Wie 2018 die BuG Bauen und Gemeinschaft (Infos: www.bug-eg.de). Auch Wagnis nimmt noch Mitglieder auf. Die Pflichteinlage beträgt 1000 Euro, mehr Infos unter www.wagnis.org. Die Genossenschaft Das große kleine Haus möchte gemischt genutzte Häuser (Gewerbe und Wohnen) in städtischer Umgebung bauen, Infos unter info@dasgrossekleinehaus.de. Die Progeno Wohnungsgenossenschaft baut derzeit an 48 Wohnungen und plant in Freiham 100 Einheiten bis Ende 2021 (www.progeno.de). Ebenfalls noch auf Mitgliedersuche ist die Genossenschaft Kooperative Großstadt. Mehr Informationen dazu unter www.kooperative-grossstadt.de. svs

Miet-Wahnsinn in München: Absurdes Inserat zeigt irrwitzige Preise

Teure Mieten sind in München schon lange ein Problem. Ein Künstler hat aus Protest ein "Haus" in bester Münchner Lage gebaut - und hat es jetzt zum Verkauf gestellt. Dass viele Wohnungen nur für teures Geld zu mieten sind, dürfte bekannt sein. Ein Bild in den sozialen Netzwerken sprengt jedoch jetzt jeden Rahmen.

Drohungen, Drogen, Müll: Mieter in einer bestimmten Siedlung in München leben in Angst - immer wieder muss Polizei anrücken.

Am 10. September 2020 ist es so weit: Beim ersten bundesweiten Warntag wird für den Notfall geprobt. Auf was sich Bürger in München dabei einstellen müssen*, lesen Sie hier. (tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks)

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