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Schock-Moment an der Hackerbrücke: Mann flüchtet über Gleise - dann fährt ein Zug ein

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Von: Katharina Haase

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Ein Polizeiauto fährt im dichten Verkehr über eine Brücke.
Polizei an der Hackerbrücke niederließen. (Symbolbild) © privat

Nach einem Streit ist ein junger Mann an der Hackerbrücke über die Bahngleise geflüchtet. Einen herannahenden Regionalzug bemerkte er dabei nicht.

München - Nach einem Gerangel an den S-Bahn-Gleisen an er Hackerbrücke in München ist es am Samstag, 6. November, zu einer lebensbedrohlichen Situation für einen jungen Mann gekommen. Nun ermittelt die Polizei.

Was genau Auslöser des Streits unter den drei betroffenen Männern gewesen ist, muss noch abschließend geklärt werden. Fest steht bislang, dass gegen 21.30 Uhr drei junge Männer im Alter von 22, 24 und 29 Jahren in einer S-Bahn der Linie S3 Richtung Mammendorf in eine Rangelei miteinander geraten waren. Als die S-Bahn an der Hackerbrücke hielt, stürzten die drei durch die sich öffnende S-Bahn-Tür heraus auf den Bahnsteig. Der beteiligte 22-Jährige kroatischer Herkunft floh daraufhin über die Gleise. Daraufhin musste ein Regionalzug, der aus Memmingen in Richtung Münchner Hauptbahnhof unterwegs war, eine Schnellbremsung einleiten.

Streit an der Hackerbrücke in München: Mann beinahe von Regionalzug erfasst

Der ebenfalls an der Rangelei beteiligte 24-Jährige senegalesischer Herkunft gab sich bei der Vernehmung durch die Bundespolizei zunehmend aggressiv und äußerte wiederholt Suizidgedanken. Der aktuell wohnungslos gemeldete Mann wurde nach einer ärztlichen Begutachtung in ein Klinikum eingewiesen. Später stellte sich heraus, dass gegen den Mann bereits drei Fahndungsnotizen ausgeschrieben wurden, unter anderem wegen Verdachts auf einen sexuellen Übergriff.

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Alle drei Beteiligten waren stark alkoholisiert. Der Atemalkoholwert des 22-Jährigen wurde auf 1,41 Promille bemessen, der des 24-Jährigen auf 1,76. Der beteiligte 29-jährge Türke war mit 1,56 Promille ebenfalls stark betrunken. Die Polizei ermittelt nun gegen alle drei Männer wegen Körperverletzung sowie gegen den Kroaten wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Zeugen, die gegebenenfalls Auskunft über die Streitursache und den Verlauf der Auseinandersetzung der drei Männer geben können, werden gebeten sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 089/515550-1111 zu melden. kah*tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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