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Frisch gebaut, schon versaut - Schmiererei in der Paul-Heyse-Unterführung

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Von: Phillip Plesch

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Benoît Blaser vom BA in der Paul-Heyse-Unterführung
„Schade“, findet Benoît Blaser vom BA die Schmierereien in der neugestalteten Paul-Heyse-Unterführung. © Marcus Schlaf

Jahrelang galt die Paul-Heyse-Unterführung am Hauptbahnhof als Münchner Schandfleck. Derzeit wird sie aufgehübscht, doch seit dem Wochenende gibt es neuen Ärger.

München - Lange hat es nicht gedauert, schon sind die neuen Wandverkleidungen in der Paul-Heyse-Unterführung in München* beschmiert. Seit dem Halloween-Wochenende zieren zwei große Schriftzüge mit schwarzen Buchstaben die hell lackierten Metallpaneelen. Sinn ergeben sie auf den ersten Blick nicht. „ZSC*FLW!“ und „STOR“ steht dort geschrieben.

Als Benoît Blaser, Bezirksausschuss-Vorsitzender (Ludwigsvorstadt*-Isarvorstadt*), die Schmierereien nahe dem südlichen Eingang das erste Mal sieht, schüttelt er mit dem Kopf. „Das ist bedauerlich“, sagt er. Wenn es wenigstens schön wäre… Aber mit diesen schwarzen Buchstaben kann Blaser nichts anfangen.

Dabei geht es auch anders. Das zeigen mehrere Beispiele – sogar im gleichen Bezirk – rund um Vieh- und Schlachthof. Solche kreativen, bunten Lösungen könnte sich der BA-Vorsitzende auch für die Paul-Heyse-Unterführung vorstellen. Nur sollte die Wand nicht wieder zu dunkel werden.

Paul-Heyse-Unterführung München: Es lässt sich erahnen, wie sie bald aussieht

Denn derzeit lässt sich schon erahnen, wie die 210 Meter lange Röhre bald aussehen kann. Helle, beleuchtete Wände sorgen für ein Gefühl von Sicherheit. Fußgänger und Fahrradfahrer bekommen quasi einen eigenen beleuchteten Bereich. Der Kontrast zwischen der Vergangenheit und der Zukunft könnte aktuell sichtbarer nicht sein. Die Westseite ist nämlich schon beinahe fertig, während die Ostseite noch die alte, schreckliche Fratze der Paul-Heyse-Unterführung zeigt. Dunkel, kalt, verdreckt und beschmiert.

Schmiererei in der Paul-Heyse-Unterführung
In schwarzen Buchstaben prangen die Schmierereien an der Wand. © Marcus Schlaf

Bis April 2022 sollen die 6,3 Millionen Euro teuren Baumaßnahmen abgeschlossen werden. Dann soll einer der Münchner Schandflecken, als der die Unterführung jahrzehntelang galt, ausradiert sein.

Ganz zufrieden sind Blaser und seine Kollegen im BA mit der Umgestaltung aber nicht. „Wir haben uns einen breiteren Fahrstreifen für Fahrradfahrer gewünscht, vielleicht sogar mit einer Abgrenzung zur Fahrbahn der Autos“, erklärt der Vorsitzende. Doch besser als davor dürfte es wohl allemal werden. - *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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