Stadt schraubt Prognose nach oben

Heuer doppelt so viele Flüchtlinge?

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Die Erstaufnahme-Einrichtung in der Bayernkaserne.

München - Die Stadt schraubt ihre Prognose über die Flüchtlinge nach oben: Bislang leben rund 5000 Asylbewerber in München. Bis Ende des Jahres sollen es nach der aktuellen Prognose des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge 8000 bis 9000 sein.

 Darunter finden sich immer mehr minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge: Im vergangenen Jahr kamen 2610 an, nach der neuesten Schätzung werden es heuer 3915 sein. Weil sie viel Betreuung brauchen, beschloss der Stadtrat gestern ein großes Hilfspaket.

Rund 7800 der Minderjährigen haben es bis nach Deutschland geschafft – jeder Dritte strandet in München. Die Stadt liegt an der Fluchtroute und die Jugendlichen müssen dort betreut werden, wo sie aufgegriffen werden. Bislang hat die Stadt rund 600 Betreuungsplätze, aber bis Jahresende braucht es 900 neue Betten.

Allein zur Aufnahme der Jugendlichen beschloss der Stadtrat einstimmig 38 neue Vollzeitstellen: Die Kosten liegen bei 2,3 Millionen Euro pro Jahr. Auch 45 Familien mit 90 Kindern aus Bulgarien bekommen Hilfe, obwohl sie keinen Anspruch darauf haben: Die Stadt will auf Antrag der Grünen viele nach einer Einzelfallprüfung dauerhaft unterbringen.

dac

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