Besonders eine Region betroffen

Experte warnt vor neuer Hochwassergefahr für Bayern: „150 Liter Regen pro Quadratmeter“

Nächste Woche wird es nass: Schwerer Regen hängt über München. (Archivbild)
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Nächste Woche wird es nass: Schwerer Regen hängt über München. (Archivbild)

Gerade erst musste Deutschland mit Starkregen und Hochwasser kämpfen. Nun bringt das nächste Tief viel Niederschlag. Es wird laut einem Meteorologen wieder zu Hochwasser kommen.

München - Neue Hochwassergefahr für Deutschland und auch München: Die Menschen im Land müssen sich auf extrem starken Regen einstellen. Das prognostiziert Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel. Grund dafür ist Tief Nick, das sich über Mittel- und Osteuropa ausbreitet und Regen nach Deutschland bringt - also auch beim Wetter in München kommende Woche eine große Rolle spielen wird.

„Es wird in den nächsten Tagen extrem stark regnen“, so der Fachmann. „Es gibt bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter“, sagt Schenk in einem Youtube-Video. Für Bad Tölz beispielsweise sagt er am Mittwoch 117 Liter voraus. Ab Montag müsse man mit steigenden Pegeln rechnen.

Starkregengefahr: Hochwasserschwerpunkte in der Osthälfte Deutschlands

Insbesondere im Osten des Landes - also auch in Bayern - wird es Schenk zufolge Hochwasserschwerpunkte geben. „An der Donau wird es Hochwasser geben, und wahrscheinlich an der Oder und an den Zuflüssen zur Elbe. Davon müssen wir ausgehen“, so Schenk. Darüber hinaus könne es auch in Franken Hochwasser geben - „bis nach Hessen, vielleicht auch am Harz“.

Auch in den Flutgebieten im Westen gebe es „bis zu 50 Liter pro Quadratmeter. Das reicht normalerweise nicht für Hochwasser aus, doch weil wir da so hohe Flutschäden haben, sollte man dort besonders auf das Wetter achten.“

Meteorloge gibt Eindornung: „Nicht so schlimm wie andere Hochwasser“

Das zu erwartende Hochwasser sei aber als „nicht so schlimm wie andere Hochwasser“ einzuordnen - dafür sei schlicht nicht genug Wasser in der Luft. Nur am Sonntag würde das Land sehr viel Wasser abbekommen, das meiste zieht dem Meteorlogen zufolge nach Schweden. Im Vergleich zu den Regen-Ereignissen im Juli also habe Deutschland „Glück“. Im Juli seien im Westen 200 Liter pro Quadratmeter gefallen, beim großen Hochwasser an der Oder 300. Dies solle „keine Entwarnung sein, sondern das einordnen“.

Schenk weiter: „Wir müssen nicht in Panik verfallen. Es wird ein Hochwasser auf uns zukommen. Aber wir haben die berechtigte Hoffnung, dass es beherrschbar bleibt.“

Die Stadt München könnte dabei glimpflich davonkommen: Die Daten von Wetter.com zeigen eine Regenwahrscheinlichkeit von 90 Prozent am Montag und Dienstag, doch am Mittwoch, Donnerstag und Freitag steht diese dort aktuell (Stand Freitag, 17:20 Uhr) bei null Prozent. Bei Wetter.de zeigen die Daten noch etwas mehr Regen: 95 Prozent Regenwahrscheinlichkeit bis Mittwoch, 35 am Donnerstag und erst am Freitag wieder null. (cg)

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