Wetterlage zunächst weiter angespannt

Überschwemmungen vor den Toren Münchens - Wende bei Isar-Pegel

Bereits im Juli hatte die Isar einen hohen Pegelstand.
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Bereits im Juli hatte die Isar einen hohen Pegelstand.

Der Deutsche Wetterdienst gab Warnungen für weitere Teile Bayerns heraus. Auch in München hat es ununterbrochen geregnet. Der Pegel der Isar sinkt nun wieder.

Update vom 31. August, 9.24 Uhr: Die Bewohner Münchens können Aufatmen. Der Hochwassernachrichtendienst hat die Hochwasserwarnung für Stadt und Landkreis aufgehoben. Die Niederschläge haben nachgelassen. Der Pegel der Isar liegt momentan zwar noch bei 261 cm, soll aber gegen Nachmittag die Meldestufe 1 von 240 cm wieder unterschreiten. Auch in den schwer getroffenen Landkreisen Erding und Freising gibt es mittlerweile Entwarnung.

Update vom 31. August, 7.55 Uhr: Nachdem der Pegel der Isar über Nacht angestiegen ist, scheint er jetzt langsam zurückzugehen. Lag er am Morgen noch bei 273 cm (Stand 6.15 Uhr) meldet der Hochwassernachrichtendienst aktuell einen Pegel von 266 cm (Stand 7.45 Uhr).

Isar-Pegel steigt weiter: Kritische Stunden für München?

Update vom 31. August, 6.27 Uhr: Der Isar-Pegel steigt. Am Montagabend lag er noch bei 248 Zentimetern und hatte gegen 21 Uhr Meldestufe 1 erreicht (siehe vorheriges Update). Am Dienstagmorgen liegt er bei 273 Zentimetern (Stand. 6.15 Uhr). Stehen München nun kritische Stunden bevor? Die Lage bleibt angespannt, die gute Nachricht ist aber: Im restlichen Oberbayern blieb es in der Nacht vergleichsweise ruhig. Das teilten einige Polizeidienststellen aus betroffenen Gebieten mit.

„Grundsätzlich ist die Lage entspannter,“ wie eine Sprecherin der Polizei in Dorfen (Landkreis Erding) sagte. Am Abend habe die Polizei dort keine größeren Einsätze verzeichnet. Auch die Einsatzkräfte in Geisenfeld im Kreis Pfaffenhofen und Moosburg (Kreis Freising) berichteten von keinen weiteren Einsätzen in der Nacht.

Zahlreiche Keller waren am Montag vollgelaufen, Straßen waren überschwemmt worden. Dorfen hatte gar den Katastrophenfall ausgerufen. Besonders betroffen war zudem der nördliche Landkreis Freising: In der Gemeinde Au in der Hallertau rückte die Feuerwehr laut einem Sprecher bis Montagnachmittag mehr als 50 Mal aus. Auch im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gab es Überschwemmungen. Am Nachmittag meldeten die Landratsämter in Freising und Pfaffenhofen dann eine Entspannung der Lage.

Hochwasserwarnung in München: Isar-Pegel überschreitet kritischen Wert - Was passiert in der Nacht?

Update vom 30. August, 21.05 Uhr: Der Pegel der Isar hat gegen 21 Uhr einen entscheidenden Grenzwert überschritten. Er liegt bei 248 cm und somit über der Meldestufe 1, welche ab einer Höhe von 240 cm gilt. Normalerweise befindet sich der Pegel rund einen ganzen Meter tiefer. Die Hochwasserwarnung des HND gilt voraussichtlich noch bis Dienstagmorgen um 9 Uhr. In der Nacht erwartet der HND zwar erstmal noch einen Anstieg, nach 2 Uhr sei aber mit „einem langsamen Rückgang der Wasserstände zu rechnen“.

Gewitterwarnung für München: Isar-Pegel nähert sich kritischer Grenze

Update vom 30. August, 19.55 Uhr: Die Unwetterwarnungen für München hat der DWD wieder aufgehoben. Der Pegel der Isar steigt allerdings weiter. Er liegt bei 224 cm. Ob er bis 20 Uhr wirklich die Meldestufe 1 überschreiten wird, wie der Hochwassernachrichtendienst angekündigt hatte, ist eher unwahrscheinlich. Die Hochwasserwarnung für die Stadt und den Landkreis gilt weiterhin.

Update vom 30. August, 19.19 Uhr: Zu der Gewitterwarnung des DWD für die Landeshauptstadt kommt nun auch eine amtliche Unwetterwarnung vor „heftigem Dauerregen“ hinzu. Bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter pro Stunde werden erwartet. Der Pegel der Isar liegt mittlerweile bei 217 cm.

Update vom 30. August, 18.31 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat nun auch eine Warnung vor „starkem Gewitter“ für München herausgegeben. „Dabei gibt es Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 Liter pro Quadratmeter pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h“, schreibt der DWD. Die Warnung gilt noch bis 19.30 Uhr.

Auch der Pegel der Isar in München steigt weiter an. Nach aktuellem Stand (18.30 Uhr) liegt er schon bei 208 cm. In der letzten Stunde ist er also über 12 cm gestiegen. Gegen 20 Uhr wird die Meldestufe 1 erwartet.

Erstmeldung vom 30. August, 17.36 Uhr: Hochwasserwarnung für München und Landkreis

München - Seit Montagmorgen gilt für München und Region eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Am Vormittag zeigte die Wetterkarte sogar Alarmstufe Rot. In München galt eine Unwetterwarnung vor „ergiebigen Dauerregen“. Mittlerweile scheint sich die Wetterlage etwas zwar etwas beruhigt zu haben, es gilt nur noch die zweite Warnstufe vor Dauerregen, allerdings gibt der Hochwassernachrichtendienst (HND) eine Warnung vor Überschwemmungen raus.

Dauerregen in München: Hochwasserwarnung vor „Ausuferungen und Überschwemmungen“

Der HND warnt vor „Ausuferungen und Überschwemmungen“ in Stadt und Landkreis München. Die Regenfälle der letzten Stunden führt zu einem deutlichen Anstieg der Wasserstände der Isar. Aktuell liegt der Pegelstand noch bei knapp unter 200 cm. Dies soll sich aber bald ändern.

Laut dem HND werde gegen 20 Uhr die Meldestufe 1 erreicht, das bedeutet einen Pegelstand über 240 cm. „Der Scheitel der HW-Welle mit 265 cm ist gegen 2 Uhr heute Nacht zu erwarten, danach ist mit einem langsamen Rückgang der Wasserstände zu rechnen“, schreibt der HND. Von einer Meldestufe 2 muss man also zunächst nicht ausgehen.

Landkreise im Münchner Umland kämpfen bereits gegen Überschwemmungen

Auch im Münchner Umland hinterlässt der Dauerregen seine Spuren. Die Landkreise Erding und Freising hat es besonders schwer getroffen. Dort befinden sich Feuerwehren und THW im Dauereinsatz. Die Therme Erding musste nach Angaben eines Sprechers etwa 400 Gäste des angeschlossenen Hotels in anderen Betrieben unterbringen, nachdem der Keller des Gebäudes mit Wasser vollgelaufen war. Die Ortschaft Dorfen hat sogar den Katastrophenfall ausgerufen.

Im Landkreis Freising rückte die Feuerwehr allein in Au in der Hallertau nach Angaben eines Sprechers bis zum Montagvormittag zu mehr als 30 Einsätzen aus. Sogar die Autobahn 94 musste nach einem Erdrutsch zwischen Lengdorf (Landkreis Erding) und Dorfen voll gesperrt werden, so ein Polizeisprecher. (tkip mit dpa)

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