Peiniger im Online-Chat kennengelernt

Die Hölle von Neuperlach: Paar soll junge Frau hier zu Unfassbarem gezwungen haben

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Die Sex-Hölle von Neuperlach: Hier soll eine eine junge Frau monatelang zur Prostitution gezwungen worden sein.

Ein Pärchen soll eine junge Frau monatelang gefangen gehalten und zur Prostitution gezwungen haben. Nun müssen sie sich vor Gericht verantworten.

München - Unfassbare Vorwürfe gegen ein Münchner Pärchen: Sie sollen eine Frau über Monate hinweg wie eine Gefangene gehalten und zur Prostitution gezwungen haben. Laut Anklage wurde die 26-jährige Frau misshandelt und musste mit mehr als Hundert Männern schlafen, während das Zuhälter-Pärchen das Geld der Freier kassierte - pro Woche bis zu 1000 Euro.

Ihre Gesichter verstecken Murat D. (28, alle Namen geändert) und seine Verlobte Mine T. (29) hinter dicken Aktenordnern. Zum Prozessauftakt bestritten sie die Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft aber ist sicher: Beide sollen ihr Opfer von November 2017 bis März 2018 ausgebeutet und vergewaltigt haben.

Angeklagter Nummer eins: Murat D. versteckte sein Gesicht hinter einem blauen Aktenordner.

Opfer lernt Murat D. in Online-Chat für Afghanen kennen

Offenbar war die junge Frau in eine Liebesfalle getappt. Murat D. hatte sie in einem Online-Chat für Afghanen kennengelernt, am 21. November 2017 willigte die Berlinerin zu einem Treffen ein - und versprach, den Angeklagten zu heiraten.

Sofort nach ihrer Ankunft in Neuperlach soll es zum Sex gekommen sein, danach fing das Martyrium von Esrel P. an. Weil sie nun keine Jungfrau mehr sei, sei sie von ihm abhängig, soll Murat D. gedroht haben, nahm ihr das Handy ab und verbot ihr den Kontakt zur Familie.

Angeklagte Nummer zwei: Mine T. versteckte ihr Gesicht hinter einem schwarzen Aktenordner.

Mit bis zu 150 Männern geschlafen

Nach einem Monat Gefangenschaft musste Esrel P. nach eigener Aussage mit 100 bis 150 Männern schlafen und sich gegen ihren Willen prostituieren. „Wenn du mich liebst, dann machst du das für mich“, soll S. immer wieder gesagt haben. Seine Wohnung durfte sie nur noch in Begleitung verlassen. 

Für den Fall, dass sie aussteigen will, droht das Pärchen: Sie würden ihrer Familie erzählen, dass sie ihren Körper verkauft und drohten mutmaßlich auch, ihr den Kopf abzuschneiden.

Erst Ende März 2018 gelang Esrel P. die Flucht - dank eines Freiers, der ihr half, zur Polizei zu gehen. Seither sitzt das Pärchen in U-Haft. Die Aussage von Esrel P. ist für Mittwoch geplant.

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Andreas Thieme

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