Sprechstunde im Internet

„Es ist genug“: OB Reiter plant bereits die Wiesn - Ansage zur Maskenpflicht bei Kindern

Oberbürgermeister Dieter Reiter beantwortete virtuell die Fragen der Bürger
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Oberbürgermeister Dieter Reiter beantwortete virtuell die Fragen der Bürger.

Corona hatte die Bürgersprechstunden von Dieter Reiter ausgebremst. Jetzt hat er sich zurückgemeldet. Die Bürger löcherten den OB: Mieten, Maskenpflicht und Wiesn – wie geht es in München weiter? 

München - Für Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ist klar: Der Rathaus-Chef würde die Maskenpflicht in Grundschulen lieber heute als morgen abschaffen. Zu entscheiden hat das aber der Freistaat Bayern. Und da gibt es offenbar Grund zur Hoffnung (Corona-News-Ticker* für München). Die Fragen und die Antworten des Oberbürgermeisters, der sich auch zu einem drängenden Problem der Münchner Bürger äußert: Immobilien-Wucher.

Wie geht’s mit den Masken weiter? Wann die Maskenpflicht in Geschäften oder Bus und Bahn fällt, kann der OB noch nicht sagen. Die Maskenpflicht in Grundschulen würde Münchens Rathaus-Chef jedenfalls lieber heute als morgen aufheben. „Ich habe das ja schon immer für schwer umsetzbar gehalten“, sagte Reiter bei der digitalen Bürgersprechstunde. „Ich hatte mal versucht, sie abzuschaffen, wurde aber von der Staatsregierung ausgebremst. Ich sehe aber in der aktuellen Lage keinen Grund, dass wir sie in den ersten bis vierten Klassen aufrechterhalten, wenn wir wieder alles öffnen.“ Eine gewisse Zuversicht habe er aber: „Was ich höre, ist, dass Kultusminister Michael Piazolo in der gleichen Richtung unterwegs ist. Ich werde meinen Teil dazu beitragen.“

München: Wird das Wohnen wieder günstiger, Herr Reiter? So antwortet der OB

Wie wird das Wohnen günstiger? In München herrscht dermaßen viel Zuzugsdruck, dass die Preise unkontrollierbar* nach oben schnellen, sagt Reiter. Es zeige sich, dass es schwieriger werde, günstige Wohnungen zu schaffen. Die Stadt versuche es. Aber der Platz sei begrenzt. Grünflächen jedenfalls werde er nicht zubauen. „Ich glaube, alle Metropolen wären froh, wenn sich mehr Menschen und Unternehmen in der Peripherie ansiedeln würden.“ In München* in die Höhe zu bauen, sei jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss: „Je höher gebaut wird, desto teurer werden Wohnungen und die Miete.“

Klingt nicht danach, dass sich an den immer wahnsinnigeren Summen auf dem Münchner Immobilienmarkt etwas ändern wird.

Wiesn 2022 in München: „Ich glaube, zwei Jahre ausfallen lassen, ist genug“

Wie wird die Wiesn 2022? „Ich will eine Wiesn 2022, und wir werden uns im Sommer jetzt schon mal zusammensetzen, um zu erörtern, wie wir sicherstellen können, dass es nächstes Jahr ein Oktoberfest geben kann“, stellte Reiter am Donnerstagabend klar. Vorstellbar seien auch Zugangskontrollen, falls Corona das noch nötig mache. „Eingezäunt ist die Wiesn ja sowieso, da muss man hoffen, dass es entsprechende Möglichkeiten gibt.“ Zudem stünden wohl im nächsten Jahr technische Hilfsmittel zur Verfügung, die es in diesem Jahr noch nicht gab, etwa der digitale Impfpass. „Ich glaube zwei Jahre ausfallen lassen, ist genug.“ Bislang hatte der OB Zutrittsbeschränkungen für das Oktoberfest (2021) abgelehnt, da es für das Sicherheitspersonal nicht zumutbar sei, Impfnachweise aus aller Herren Länder zu kontrollieren.

Wie klappt das mit der EM-Stimmung? Wie kann jetzt bei der Fußball-EM* überhaupt Stimmung aufkommen, wenn nur 14.000 Zuschauer ins Stadion dürfen, wollte ein Bürger wissen. Reiter sagte schmunzelnd: „Es gibt auch in München einen Verein, der zu Heimspielen nicht mehr Zuschauer im Stadion hat. Und die machen da schon richtig Stimmung.“ Aber natürlich sei das Grünwalder Stadion nicht mit einer vollen Allianz Arena vergleichbar. „Und leider wird das Public Viewing dieses Jahr in der herkömmlichen Version nicht möglich sein. In den Biergärten dürfen sich aber bis zu 1000 Gäste ohne Test an den Spielen erfreuen.“ (Sascha Karowski/Valentina Wild) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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