Weltreisende Yogameisterin aus Neuseeland

Münchens mächtigste Influencer: Jacqui Noel bringt 18.000 Menschen ins Schwitzen

Influencerin Jacqui Noel lächelt in die Kamera und macht eine Yoga-Figur.
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Einmal recht freundlich bitte: Jacqui Noel hat Yoga für sich entdeckt und trägt ihre Begeisterung dafür weiter an ihre Follower.

Viele Influencer tun vor allem etwas für ihren Geldbeutel. Bei Jacqui Noel geht es auch um den Körper und das eigene Bewusstsein. Dabei ist für sie in der Pandemie vieles anders.

München - Sie haben mehr Follower als die meisten Großstädte Einwohner. Sie reisen an die schönsten Orte der Welt und verdienen damit auch noch ihr Geld: Influencer sind die neuen Werbestars, Menschen mit mächtig Einfluss im Internet. Doch wie sieht das Leben hinter der perfekten Online-Fassade aus?

Und was heißt es eigentlich, ein Influencer zu sein? Für die große tz-Serie haben wir mit den wichtigsten Netz-Stars aus München* gesprochen - von der Mode-Ikone bis hin zur Yogameisterin. Es stellte sich schnell heraus: Hinter den perfekten Schnappschüssen und kurzen Videoclips steckt harte Arbeit.

Verrenkungen für die Follower: Jacqui macht Yoga

Seit etwa einem Jahr sind Jacqui Noels Fotos heimeliger geworden. Während sie 2018 noch im gestandenen Spagat auf einem Fels in der Brandung ihre Standhaftigkeit demonstrierte, macht sie jetzt den Sonnengruß vor zugezogenen Vorhängen. Die Pandemie geht auch an Yogameisterinnen wie Jacqui nicht spurlos vorbei. Ihre gute Laune kann die Situation aber nicht trüben.

Dass Yoga gut für Geist und Körper sein muss, merkt man sofort, wenn man mit Jacqui spricht. Die gebürtige Neuseeländerin ist herzlich und scheint sich von der Lockdown-Langeweile nicht herunterziehen zu lassen. Dabei war das nicht immer so: „Ich habe erst 2016 mit Yoga angefangen, damals wollte ich einfach etwas Sport machen. Hauptberuflich habe ich als Projekt-Managerin gearbeitet“, erklärt Jacqui, die zwischenzeitlich unter anderem in New York lebte.

Influencerin Jacqui: Sie strebt nach Ruhe und Glück im stressigen Leben

Schnell merkte die jetzt 31-Jährige aber, dass Yoga ihr viel mehr gibt als nur mehr Kraft: Ruhe und Glück in einem stressigen Leben. Jacqui fand zu sich selbst und gibt nun dieses gute Gefühl an andere weiter - sowohl im Netz als auch im Studio Yoga Bee an der Schwanthalerhöhe.

So richtig Klick gemacht hat es bei Jacqui dann 2018: Damals schmiss sie ihren Job hin, um eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin zu machen. Gleichzeitig startete sie ihren Instagram-Account jacquinoelyoga. „Am Anfang war es für mich eher eine Möglichkeit, meine Erfolge festzuhalten, und mich zu motivieren, täglich zu trainieren“, sagt die Mutter einer einjährigen Tochter.

Influencerin Jacqui: Mehr als 18.000 Follower schwitzen regelmäßig mit ihr

Doch schnell schauten der Neuseeländerin immer mehr Menschen beim Yoga zu. Mittlerweile hat sie knapp 18.000 Menschen, die ihrem Profil folgen und auch regelmäßig mit ihr schwitzen. „Jeden Dienstag stelle ich einen neuen Yogakurs online auf Insta und auf Youtube“, sagt sie. Ab und zu verdiene sie auch Geld über Kooperationen mit Marken.

Trotz allem sieht sich Jacqui nicht als Influencerin: „Ich bin Mutter und Vollzeit-Yogalehrerin“, sagt sie. Dennoch sei auch Instagram* Teil ihrer Arbeit: „Ich verbringe pro Tag schon ein paar Stunden für meinen Kanal, um die Aufnahmen zu machen, Bilder zu bearbeiten und auch mit meinen Followern zu schreiben“, sagt sie.

Influencerin Jacqui: Unterstützung statt Cyber-Mobbing erfahren

Jacquis Community - so nennt man die Abonnenten und Fans eines Instagram-Kanals - sei wie die Yogawelt selbst: Tiefenentspannt. Jacqui: „So etwas wie Mobbing im Netz habe ich bisher nicht erfahren. Im Gegenteil: Meine Follower unterstützen mich!“

Nur eine Hilfe fehlt Jacqui, bei der ihr auch Yoga oder ihre Follower* nicht helfen können. „Deutsch ist unheimlich schwer zu lernen“, lacht sie. Vor Corona habe sie einen Intensiv-Kurs besucht. „Da habe ich richtig viel gelernt.“ Dann stand das Leben in der Stadt still - und damit Jacquis Fortschritte. Vielleicht ein Anreiz für einen weiteren Instagram-Kanal? Die Zukunft wird es zeigen…

Drei Schritte: So entspannen Sie daheim

1. Wer viel sitzt, der findet Entspannung in der Fisch-Pose. Wer keine Yoga-Blöcke hat, kann im Sitzen ein dickes Kissen an den unteren Rücken legen. Dann nach hinten legen, die Beine entweder ausstrecken oder anwinkeln. Tief ein- und ausatmen und genießen!

2. Dieser Half-Butterfly-Stretch hilft, Verspannungen in der Hüfte zu lösen. Setzen Sie sich mit gespreizten Beinen auf den Boden. Winkeln Sie nun das linke Bein ab und geben Sie etwas mehr Gewicht in das Knie und die Sitzbeinhöcker. Den rechten Fuß flexen, mit der rechten Hand an das Bein greifen und sich mit dem linken Arm nach rechts oben ziehen. Fünfmal tief ein- und ausatmen, auf der anderen Seite wiederholen. 

3. Schon wenige Minuten Meditation am Tag kann Ihre Stimmung steigern. So geht‘s: Setzen Sie sich entspannt hin und spüren Sie Ihre Gesäßknochen, während Sie sich bis zum Scheitel strecken. Schließen Sie die Augen und versuchen Sie länger aus- als einzuatmen. Regelmäßig wiederholen - es lohnt sich! (Stéphanie Mercier) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

In der Serie haben wir auch Margarethe Honisch vorgestellt, die Geld-Tipps vor allem für Frauen parat hat. Anni Jung präsentiert mehr als 450.000 Menschen Mode-Tipps.

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