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Polizei reagiert auf Foto-Vorwurf und weist Münchner in die Schranken: „Die Tücken des Internets“

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Ein Twitter-User sah in dieser Szene ein nicht hinnehmbares Problem, wurde von der Polizei jedoch schnell aufgeklärt.
Ein Twitter-User sah in dieser Szene ein nicht hinnehmbares Problem, wurde von der Polizei jedoch schnell aufgeklärt. © Twitter „Lieber Augustin“

Ein Münchner Twitter-User sah in dieser Szene ein nicht hinnehmbares Problem, wurde von der Polizei jedoch schnell aufgeklärt.

München - Seit jeher eilt der bayerischen Landeshauptstadt der Ruf voraus, Deutschlands inoffizielle „Radlhauptstadt“ zu sein. Dass an dieser Legende nicht alles stimmt, kann man jeden Tag erleben: Veralterte Radlwege, aprupt-endende Spuren oder zu wenig vernünftige Stellplätze für den Drahtesel machen eine Fahrt im Stadtgebiet oftmals zu einer kleinen Herausforderung. Ein Twitter-User machte jetzt auf eine scheinbar nicht hinnehmbare Situation in der City aufmerksam - wurde dafür aber von der Polizei umgehend korrigiert.

Münchner tobt wegen Verkehrs-Szene in der City - und antwortet dann kleinlaut der Polizei

Doch um was ging es genau? Der User, namentlich „Lieber Augustin“, postete auf Twitter ein Foto. Zu sehen: Die Sonnenstraße auf Höhe des Stachus in Richtung Sendlinger Tor. Auf der rechten Spur steht ein kleiner Lkw, einige Meter dahinter ist ein Polizeiauto zu erkennen. Dazu schreibt er: „Da parkt einer zum Ausladen mal extra NICHT auf dem #Radweg, sondern am Straßenrand einer dreispurigen Straße, und schon ist die @PolizeiMuenchen da und schreibt ihn auf.“ Und weiter: „Und dabei behindert er bei der aktuellen Verkehrslage echt niemanden.“ Doch die Polizei hat sich dem Sachverhalt schnell angenommen, und ausführlich via Twitter reagiert.

München: Polizei reagiert auf Twitter-Anschuldigung und weist Mann in die Schranken

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„Die Tücken des Internets ... Dankenswerterweise konnten wir aufgrund des Kennzeichens recherchieren und Ihre Anschuldigungen entkräften“, so die Beamten. „Hier waren die Kollegen mit einem Unfall beschäftigt und zusätzlich bemüht, dass weder der Fahrrad- noch der Pkw-Verkehr beeinträchtigt wurde.“ Ob „Lieber Augustin“ damit gerechnet hat, unklar. Jedoch bedankt er sich in einem Kommentar für die „Recherche“. Dass er sich für seine Anschuldigung nicht entschuldigt, stößt derweil anderen Usern auf. „Ein ‚Entschuldigung, da habe ich mich geirrt‘ wäre hier angebracht!“, meint etwa eine Userin. So oder so zeigt der Fall: Besser zweimal hinschauen, bevor man voreilig urteilt.

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