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Was wird aus unserer Isar? Fluss-Gipfel auf der Praterinsel – tz erklärt die Pläne

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Von: Sophia Oberhuber

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Der Blick vom Wehrsteg auf die Isar.
Der Blick vom Wehrsteg auf die Isar. © Volker Preusser/Imago

Eine Promenade, mehr Aufenthaltsqualität und Gastronomie: Die Isar soll weiter aufgewertet werden. Was alles passieren soll, ist Thema eines Fluss-Gipfels am heutigen Samstag auf der Praterinsel.

München – Sie ist die Lebensader Münchens und 14 Kilometer lang. Sie speist Bäche und Wasserkraftwerke. Und sie bildet einen Lebensraum – nicht nur für Tiere, sondern auch für den Menschen. Isar ist Erholung. So will die Stadt den innerstädtischen Teil weiterentwickeln. Dafür haben vor zehn Jahren die Vorbereitungen begonnen. Seitdem hat sich einiges getan, einiges steht aber auch noch aus. Das ist Inhalt des Infotags auf der Praterinsel.

Die Rahmenplanung sieht vor, den Isarraum aufzuwerten und umzugestalten. Am Westufer soll eine Promenade entstehen. Auf den Isarinseln will die Stadt die Aufenthaltsqualität verbessern. Das grüne Ostufer soll so erhalten bleiben. Zudem sind bessere Fuß- und Radwege geplant.

Isar soll verschönert werden: Gastro am Fluss im Gespräch

„Seitdem konnten einige Projekte realisiert werden“, teilt ein Sprecher des Planungsreferates mit. An der Südspitze der Museumsinsel seien Sitzstufen entstanden. Den barrierefreien Zugang zum Fluss ermögliche eine Rampe an der Reichenbachbrücke. Von der Vater-Rhein-Anlage aus habe man den Blick zur Isar wiederhergestellt. Das war eine der Ideen, die die Planer vorgeschlagen hatten: Die Anlage offener gestalten und so eine Art „Grünes Herz“ schaffen.

Der Plan sieht außerdem vor, Teile des Flusses mit Gastro zu kombinieren: Das Alpine Museum wird saniert. Teil des Neubaus ist ein Gartencafé, das zum Genießen an der Isar einladen soll. Welche weiteren Projekte für den Fluss vorgesehen sind, darum dreht sich die heutige öffentliche Veranstaltung.

Stadt stellt Isar-Pläne vor: Münchner können mitdiskutieren

Die Stadt stellt ihre aktuellen Pläne vor, Münchner können diskutieren und ihre Wünsche äußern. Auch eine der zuständigen Stadtplanerinnen, Andrea Gebhard, ist nachmittags vor Ort. Eine der Ideen, die Gebhard ausgearbeitet hat, ist eine Neugestaltung des Wehrstegs. Wo es trotz spektakulärer Aussicht heute noch eher trist ist, könnten sich die Münchner künftig auf Holzkonstruktionen in der Sonne erholen.

An der Erhardtstraße zwischen Cornelius- und Ludwigsbrücke möchten die Planer Stufen zum Wasser schaffen. Direkt daneben: eine durchgängige Promenade mit Bäumen. Auch Gastro ist vorstellbar. Von Balkonen aus könnte man an der Steinsdorferstraße zukünftig direkt auf die Isar blicken. Eine Realisierung ist laut Planungsreferat von vielen Einflussfaktoren abhängig. Beispielsweise von Sanierungen der Bausubstanzen oder der Ludwigsbrücken. Das brauche längere Vorlaufzeiten.

Der Infotag findet am Samstag von 11 bis 17 Uhr auf der Praterinsel zwischen Marienbrücke und Kabelsteg statt.

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