Einsatz mit 80 Helfern bislang erfolglos

Isar-Drama: Junge (14) weiterhin nicht gefunden - Polizei-Update ohne gute Nachrichten

München: Polizei und Feuerwehr suchten am Freitagabend die Isar nach einem abgetriebenen Jungen (14) ab.
+
Junge (14) trieb in der Isar ab: Die verzweifelte Suche von Feuerwehr und Polizei blieb auch am Samstag vergeblich.

Auch am Samstag suchten Einsatzkräfte vergeblich nach einem 14-Jährigen. Der Jugendliche wurde nach einem Sprung in die Isar abgetrieben. 

Update vom 8. August, 11.52 Uhr: Am Freitag, 6. August, sprang ein 14-jähriger Junge in München mit zwei Freunden in die Isar, um einen verlorengegangenen Fußball herauszufischen. Während die anderen beiden es wieder ans Ufer schafften, wurde der 14-Jährige von einer Wasserwalze erfasst. Seitdem fehlt von dem Jungen jede Spur. Zwei groß angelegte Suchaktionen am Freitagabend und am Samstagmorgen, 7. August, bei denen auch Hubschrauber und Taucher zum Einsatz kamen, brachten bislang kein Ergebnis. Auch am Sonntag ist sein Verbleib ungewiss.

Die Münchner Polizei schreibt am Sonntagmittag: „Die Suchmaßnahmen wurden am Samstag, 07.08.2021, in den Morgenstunden, mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers fortgesetzt. Allerdings verlief auch diese Absuche bislang ergebnislos.“

München: 14-Jähriger springt in Isar und geht unter - große Hoffnung bislang nicht erfüllt

Mit jeder Stunde, die vergeht, stirbt auch die große Hoffnung, dass der Teenager sich selbständig ans Ufer retten und aus dem Wasser steigen konnte. In diesem Fall hätte er wohl bereits irgendwo wieder in Erscheinung treten müssen. Dies ist wohl bisher traurigerweise nicht der Fall.

Die Familie des 14-Jährigen sowie seine Freunde, die das Unglück hautnah miterlebten, wurden am Freitag von einem Kriseninterventionsteam betreut. Ob noch eine weitere Suchaktion gestartet wird, blieb im Rahmen eines aktuellen Berichts offen.

In Bezug auf den Sachverhalt hat die Polizei München erneut eine eindringliche Warnung herausgegeben, dass das Schwimmen, Boot fahren und sonstige Aktivitäten in und auf der Isar aufgrund starker Strömungen derzeit lebensgefährlich ist und nicht unterschätzt werden sollte.

Unser München-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus der Isar-Metropole – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus München.

Update vom 7. August, 18.06 Uhr: Auch am Samstag blieb alles Suchen vergebens. Vom in der Isar abgetriebenen Jungen fehlt bislang jede Spur. Aktuelle Details zur Suchaktion von Polizei und Feuerwehr gibt es noch nicht. Nach dem Vorfall am Freitag ging die Suchaktion der Polizei am Samstagmorgen laut Abendzeitung in die zweite Runde. Demnach suchten die Beamten das Gebiet mit dem Hubschrauber ab, blieben aber nach wie vor erfolglos. „Es bestehe noch die Hoffnung, dass sich der Jugendliche selbst retten konnte und irgendwo außerhalb des Wassers wieder auftaucht“, so ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber dem Blatt. Die Freunde des Vermissten wurden bereits befragt.

Update vom 7. August, 10.38 Uhr: Es war früher Freitagabend, 7. August, als bei Polizei und Feuerwehr eine Vermisstenmeldung einging. Eine 14-jähriger Junge wurde in der Isar abgetrieben. Eine großangelegte Suche mussten die Einsatzkräfte am Abend erfolglos abbrechen. Inzwischen sind neue Details zu dem tragischen Vorfall bekannt.

Großeinsatz in München: Junge will Fußball holen - und treibt in der Isar ab

Wie aus dem Pressebericht der Münchner Feuerwehr hervorgeht, spielte eine Gruppe Jugendlicher am Freitag an der Isar Fußball. Als der Ball versehentlich ins Wasser geschossen wurde, sprangen drei Kicker hinterher. Da die Strömung sehr stark war, retteten sich zwei Jugendliche an Land. Doch ein 14-jähriger geriet in eine Wasserwalze und wurde danach abgetrieben. Eine Passantin, die das Drama beobachtete, setzte sofort einen Notruf ab.

Polizei und Feuerwehr suchen nach einer vermissten Person an der Maximiliansbrücke.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften machte sich daraufhin auf den Weg zur Einsatzstelle. Sie positionierten sich im Bereich der Marienklausenbrücke und dem Stauwehr Oberföhring. Unterstützung aus der Luft gab es von zwei Hubschrauber. Doch die Suche war vergeblich: Nach etwa drei Stunden wurde der Einsatz ergebnislos abgebrochen.

Die Freunde des Vermissten mussten das Drama tatenlos mit ansehen. Die Eltern und anwesende Freunde des Jungen wurden durch das Kriseninterventionsteam betreut. Nach wie vor gilt der Junge zunächst als vermisst.

Update vom 6. August, 19.45 Uhr: Die Berufsfeuerwehr gab jetzt bekannt, dass die Suchmaßnahmen nach einem 14-jährigen Jugendlichen vorerst eingestellt werden. Es seien alle Brücken und Ufer abgesucht worden. Bislang jedoch keine Spur von dem Vermissten.

Laut Angaben des Sprechers der Feuerwehr war der Jugendliche mit ungefähr fünf bis sieben Freunden an der Isar auf der Höhe Marienklause unterwegs. Seine Freunde beobachteten, wie der 14-jährige beim Baden im Fluss abgetrieben wurde und konnten ihm nicht mehr rechtzeitig zu Hilfe eilen. Sie riefen umgehend die Rettungskräfte, die sich an den Brücken flussabwärts positionierten.

Etwa 80 Helfer von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten waren bei der Suche im Einsatz. Bislang fehlt allerdings von dem Teenager weiter jede Spur. Es bestehe noch die Hoffnung, dass er sich selbst retten konnte, so der Sprecher der Feuerwehr gegenüber tz.de. Aber zunächst gilt er weiter als vermisst. Am Samstagmorgen wird die Polizei weitere Maßnahmen ergreifen und auch eine offizielle Stellungnahme abgegeben.

Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr München: Vermisste Person an der Isar

Erstmeldung vom 6. August, 18.46 Uhr: München - Am späten Freitagnachmittag ging bei der Feuerwehr und der Polizei München eine Vermisstenmeldung ein. Eine Gruppe junger Menschen, die gemeinsam an der Isar waren, vermissen einen ihrer Freunde, sagte ein Sprecher der Münchner Berufsfeuerwehr gegenüber tz.de. Die Suche dauere auch schon einige Zeit an. Doch bislang konnte die vermisste Person nicht ausfindig gemacht werden.

Auch berittene Einsatzkräfte der Polizei beteiligen sich an der Suche.

„Wir sind noch nicht mal sicher, ob der Vermisste überhaupt in der Isar ist oder vielleicht auch schon zu Hause“, so der Sprecher weiter. Dennoch haben zahlreiche Einsatzkräfte auf den Brücken entlang der Isar Stellung bezogen und beobachten den Fluss genau. Unterstützt wird die Suchaktion von einem Helikopter der Polizei. Wie eine tz-Redakteurin von vor Ort berichtet, ist auch ein Boot der Feuerwehr samt Tauchern auf der Isar unterwegs. Weiter Informationen folgen. (tel)

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare