„Ich find’s richtig abartig“

Münchner schockiert mit Vorher-Nachher-Fotos von der Isar: Müllproblem des Party-Volks erzürnt das Netz

Feiernde an der Isar. Ihren Müll lassen sie liegen.
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Vorher: Feiernde an der Isar. Ihren Müll lassen sie liegen.

Die Isar wird in München zur Party-Zone - bei geschlossenen Bars zu Corona-Zeiten erst recht. Ein Münchner schoss zwei Fotos, bei dem das Müllproblem mehr als deutlich wird.

  • Die Isar wird in München zur Party-Zone - bei geschlossenen Bars zu Corona-Zeiten erst recht.
  • Ein Münchner schoss zwei Fotos, bei dem das Müllproblem mehr als deutlich wird.
  • Der Münchner stellte die Fotos auf das soziale Netzwerk Instagram – und erhielt viel Zuspruch.

München - Es sind zwei Fotos, aufgenommen an derselben Stelle – innerhalb von zwölf Stunden: Das eine zeigt junge Menschen, die um 20 Uhr an der Isar feiern. Auf dem anderen Bild ist um 8 Uhr morgens dann der Müll zu sehen, den das Partyvolk hinterlassen hat. Die Fotos stammen von Luiz Zuch (29). Der Münchner ist sauer: „Unfassbar, wie viel Dreck die Leute liegen lassen – obwohl die Mülleimer nur ein paar Meter daneben stehen!“

Zuch lebt nahe der Reichenbachbrücke. Morgens vor der Arbeit geht der Sportmarketing-Manager gern an der Isar spazieren. Doch seit dem Frühjahr regt er sich dabei beinahe täglich auf: „Es sieht furchtbar aus! Das war vor Corona nicht so.“ Weil gerade so viele junge Leute ihren Müll liegen lassen, fragt er sich: „Wie kann denn die Fridays for Future-Bewegung so schnell wieder vergessen werden? Gerade von den Jugendlichen, die noch vor ein paar Wochen protestiert haben?“

Nachher: So viel Müll wird an der Isar liegen gelassen.

Müll in München: „Ich find’s richtig abartig, alle tun sie auf nachhaltig“

Der Münchner stellte die Fotos auf das soziale Netzwerk Instagram – und erhielt viel Zuspruch: „Ich find’s richtig abartig, alle tun sie auf nachhaltig. Aber wenn man sich dafür dann anstrengen muss und sein eigenes Verhalten ändern – dann hört es schnell wieder auf. Traurig“, schreibt eine Freundin. Zuch sprach auch mit den Reinigungskräften, die den Dreck wegräumen müssen. „Sie sagen auch, dass es seit Corona viel mehr geworden ist, den Leuten scheint alles egal zu sein.“

Mit den Fotos, so hofft der 29-Jährige, kann er vielleicht doch ein paar Menschen zum Umdenken bewegen. Martina Williams

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