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München ist der Renner: 15.000 Läufer trotzen der Hitze beim SportScheck-Run

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Von: Julian Limmer

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Die Sonne knallte, der Schweiß tropfte: Rund 15 000 Läufer gingen beim SportSchek-Run durch München an den Start – für jeden gab es eine Medaille
Die Sonne knallte, der Schweiß tropfte: Rund 15 000 Läufer gingen beim SportSchek-Run durch München an den Start – für jeden gab es eine Medaille. © Jens Hartmann

Schweißperlen in den Gesichtern – schon bevor der Lauf losgeht. Die Sonne knallt, einige Sportler kippen sich vor dem Start Wasser über ihre Körper, um sich ein bisschen abzukühlen.

Aus der Ferne hört man rhythmisches Trommeln, die Spannung steigt. Dann ein lautes Hupen, es geht los: Eine Masse an Läufern setzt sich auf der Ludwigstraße vor der Bayerischen Staatsbibliothek in Bewegung – alle tragen sie das offizielle Läufer-Shirt ganz in Schwarz. Viele Kilometer haben sie vor sich, zur Isar, durch den Englischen Garten und zurück auf die Ludwigstraße.

München: Jetzt wieder ein Lauf nach zwei Jahren Corona-Pause

Gestern fand nach zwei Jahren Corona-Pause wieder der SportScheck-Run in München statt. Einer der traditionsreichsten Läufe Deutschlands, der bereits im Jahr 1979 zum ersten Mal in der bayerischen Landeshauptstadt startete. Rund 15 000 Teilnehmer gingen in diesem Jahr an den Start. Einer davon war SportScheck-Chef Matthias Rucker (42) selbst. „Nach so einer langen Zeit wieder in einer großen Gruppe von Menschen laufen zu können, das ist genial“, sagt er.

Die Euphorie war den Teilnehmern anzusehen. Sie starteten in verschiedenen Blocks auf unterschiedlichen Distanzen: fünf Kilometer, zehn Kilometer oder gleich einen Halbmarathon (rund 21 Kilometer).

„Bei den letzten Kilometern war ich dann kurz vorm Verzweifeln“

Für Paul Augustin (26) war es sein erster Halbmarathon – und das erste Mal, dass er überhaupt so weit gelaufen ist. „Bei den letzten Kilometern war ich dann kurz vorm Verzweifeln“, sagt er. Aber seine beiden Begleiterinnen feuerten ihn von der Seitenlinie aus an. Aufgeben? Keine Option. „Als ich dann ins Ziel gelaufen bin, das war der Hammer, ein so schönes Gefühl“, schwärmt er.

Mit kleinen Rädern als Unterstützung: Für die Stiftung Pfennigparade gingen auch Kinder mit Behinderung an den Start.
Mit kleinen Rädern als Unterstützung: Für die Stiftung Pfennigparade gingen auch Kinder mit Behinderung an den Start. © Jens Hartmann

Von Anfängern bis zu erfahrenen Läufern – für jeden war was dabei. In der Früh hatte es bereits den Lauf für die ganz Kleinen (unter zwölf Jahren) über zwei Kilometer gegeben. Darunter waren auch einige Kinder mit Behinderungen. Mit kleinen Rädern als Hilfestellung, an denen sie sich festhielten, liefen sie die Strecke mit.

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Um die Mittagszeit, bei praller Hitze an die 30 Grad, kamen dann die ersten Zehn-Kilometer-Läufer ins Ziel: Sie griffen nach Wasserflaschen, die Helfer am Seitenrand für sie bereithielten, einige rissen sich ihre nassen T-Shirts von den Körpern, ein Teilnehmer sackte zusammen. Gleich hinter der Ziellinie gab’s dann für jeden eine Goldmedaille: Nach so einem Lauf bei diesen Temperaturen – mehr als verdient! Julian Limmer

Ingrid Schwenzer (52) und Julia Müller (22) aus Bamberg
Ingrid Schwenzer (52) und Julia Müller (22) aus Bamberg. © Jens Hartmann

Zwei Generationen beim SportSchek-Run in München

Es war das erste Mal, dass meine Tochter und ich zusammen einen Halbmarathon laufen – für sie war es der erste überhaupt, für mich bereits der 70. Meinen allerersten lief ich vor rund 25 Jahren beim SportScheck-Lauf in München. Damals war alles noch sehr klein und familiär. Deshalb war es toll für mich, noch einmal zurückzukommen – vor allem zusammen mit meiner Tochter. Ingrid Schwenzer (52) und Julia Müller (22) aus Bamberg

Michel England (61) aus München
Michel England (61) aus München. © Jens Hartmann

Der Lauf in München: Echt anstrengend

Ich bin jetzt die zehn Kilometer mitgelaufen, das war ziemlich anstrengend bei der Hitze – zum Glück gab es zwischendrin auch Schatten. Ich mache nämlich Bergläufe: Das ist zwar länger, aber man läuft auch viel langsamer. Das war jetzt schon eine Umstellung für mich. Nach den zehn Kilometern trete ich jetzt gleich noch beim Fünf-Kilometer-Lauf an – zusammen mit meiner Frau. Michel England (61) aus München

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