Dramatische Rettung

Jakob (3) erstickt fast an Quarkbällchen - „sackte dann vor mir zusammen“

Juhu! Der kleine Jakob ist jetzt wieder fit - dank seiner Retter.
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Juhu! Der kleine Jakob ist jetzt wieder fit - dank seiner Retter.

Es waren dramatische Momente. Die wohl bisher schlimmsten im Leben von Eva V. (38): Ihr dreijähriger Sohn wäre beinahe an einem Stück Quarkbällchen erstickt.

  • Auf dem Rückweg vom Spielplatz kauft Jakobs Mutter Quarkbällchen beim Bäcker.
  • Der Dreijährige verschluckte sich und sackte röchelnd zusammen.
  • In einer dramatischen Rettungsaktion konnte das Leben des Jungen gerettet werden.

München - „Nur weil in dieser unglücklichen Situation die Rettungskette so perfekt funktioniert hat, ist unser Jakob noch am Leben“, ist sich Mutter Eva V. (38) sicher. „Vielen Dank an alle, wir sind so unendlich dankbar.“

Was war passiert? Vor knapp zwei Wochen war Eva V. aus dem Landkreis München mit ihrem Sonnenschein auf dem Spielplatz. Auf dem Rückweg nahmen die zwei vom Bäcker noch ein paar Quarkbällchen mit. Im Garten setzte sich der Bub brav auf seinen Platz und biss ein Stückchen von dem Mini-Krapfen ab. „Plötzlich kam mir Jakob röchelnd entgegen, krächzte noch leise ,Mama‘ und sackte dann vor mir zusammen“, berichtet die Mama. Voller Panik begann die 38-Jährige wie am Spieß zu schreien. Ihr Mann, der an diesem Tag glücklicherweise im Homeoffice arbeitete, kam herbeigerannt. Eine Nachbarin, die gerade mit ihrem Hund Gassi ging, alarmierte augenblicklich den Notarzt. Eine weitere Nachbarin, die gelernte Krankenschwester ist, reanimierte Jakob sofort. Weitere Helfer stellten sich an die Straße, um dem Rettungsdienst den Weg zu weisen.

Junge erstickt fast an Quarkbällchen: So gelang die Rettung

Auch der Disponent der Rettungsleitstelle erkannte sofort den Ernst der Lage und schickte Sanitäter des Roten Kreuzes Ismaning, den nächstgelegenen Notarzt am Krankenhaus Bogenhausen sowie den Rettungshubschrauber Christoph 1 am Standort Harlachig samt spezialisiertem Kindernotarzt zur Adresse der Familie. Alles perfekt! An diesem Tag hat der erfahrene Notfallsanitäter und Leiter der BRK-Bereitschaft Ismaning, Fried Saacke, Rufbereitschaft. Er ist mit seinem Einsatzfahrzeug nur wenige Hundert Meter vom Unglücksort stationiert und trifft bereits einige Minuten nach der Alarmierung ein. „Das Kind war aufgrund des Sauerstoffmangels bewusstlos, aber das Herz schlug“, erzählt Fried Saacke. Der Versuch, Jakob auf den Kopf zu stellen und die Quarkkugel durch Schläge auf den Rücken zu entfernen, scheiterte. Das Bällchen war mittlerweile aufgequollen, saß zu tief und der Dreijährige war zu schwach. Die Sanitäter versorgten das Kind mit Sauerstoff und gaben ihm Medikamente zur Sedierung. Erst mit einem speziellen Spatel, an dessen Spitze eine Kameralinse angebracht ist, die das Bild überträgt, konnten die Retter das Stück Quarkbällchen erkennen und mit einer Zange herausziehen. Mit einer Absaugpumpe wurden die Reste entfernt. Schließlich führten die Retter einen Tubus ein, um Jakob zu beatmen.

Mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik

Per Rettungshubschrauber wurde der Dreijährige in eine Klinik geflogen. Denn laut BRK bestand immer noch die Gefahr, dass der Hals zuschwillt und noch Speisereste in den Bronchien liegen. Nach zwei Tagen in der Kinderklinik durften die Eltern ihren Bub wieder mit nach Hause nehmen.

Mit einem Schreiben ans Rote Kreuz bedankte sich Eva V. bei allen Rettern: „Jakob ist schon ganz der Alte. Genauso süß und verrückt wie eh und je!“

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