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Jens Lehmann: Gerichtsärger wegen Rasen und Knöllchen zieht sich bis ins neue Jahr - Kettensägen-Prozess droht

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Von: Andreas Thieme

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Jens Lehmann
Laut Jens Lehmann hätte Hertha den argentinischen Weltmeister-Torhüter Emiliano Martinez verpflichten können. © Sven Hoppe/dpa

Wegen Falschparkens in München musste Jens Lehmann (53) bereits Ende Oktober vor Gericht, aber schwänzte seinen Termin. Vor Weihnachten erschien er nicht zum zweiten Mal nicht - die Richterin war krank. Sein Gerichtsärger zieht sich nun bis ins neue Jahr.

München - Ex-National-Torhüter Jens Lehmann (53) wird seinen Gerichtsärger einfach nicht los. Zuletzt hatte er sogar zwei Verfahren an der Backe, zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft München II noch gegen den früheren Nationaltorhüter, weil Lehmann auf dem Nachbargrundstück in Starnberg mit einer Kettensäge gewütet haben soll.

In München musste sich Lehmann bereits Ende Oktober in einer anderen Sache verantworten. Das Amtsgericht führt ein Verfahren gegen den Ex-Kicker, weil er in München falsch geparkt hatte. In der Maderbräustraße war Lehmann am 31. Mai erwischt worden und sollte 40 Euro zahlen. Gegen seinen Bescheid legte er jedoch Widerspruch ein, dadurch kam es zu einem öffentlichen Verfahren am Amtsgericht, das wegen der Ordnungswidrigkeit geführt wird. Den Termin im Oktober schwänzte Lehmann allerdings. Richterin Julia Scholz (47) verurteilte ihn in Abwesenheit.

Den Schriftverkehr hatte Lehmann noch selbst geführt und sparte sich einen Anwalt. Für das Nichterscheinen vor Gericht musste er dann ordentlich blechen: Mehrere Hundert Euro fielen an. Letztlich also ein Eigentor von Lehmann. Das wollte er nicht auf sich sitzen lassen und forcierte einen neuen Termin am Amtsgericht, dem er kurz vor Weihnachten aber erneut fernblieb. Dieses Mal war Lehmann allerdings nicht schuld. Denn der Prozess fiel aus, weil die Richterin erkrankt war. Erst im neuen Jahr kann die Sache also erneut bearbeitet werden - nervig für Lehmann, der seinen Gerichtsärger einfach nicht los wird.

München: Amtsgericht führt zwei Prozesse gegen Jens Lehmann - 2023 kommt wohl der Kettensägen dazu

In einem zweiten Verfahren am Amtsgericht wird Lehmann wegen Rasens als Beschuldigter geführt. Auch dieser Termin platzte Anfang Dezember und wurde laut Gericht „kurzfristig abgesetzt“. Eine genaue Begründung nannte die Justiz dafür nicht. Gemunkelt wurden aber „kurzfristige berufliche Gründe“ Lehmanns, der tags zuvor noch im Fernsehen zu sehen war: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar arbeitete Lehmann als Experte für den Weltfußballverband FIFA. Ein neuer Termin wurde vom Amtsgericht noch nicht bekannt gegeben.

Unklar ist derzeit noch, wie es in Lehmanns Kettensägen-Fall weitergeht. Hier ermittelt die Staatsanwaltschaft noch gegen den Ex-Torhüter, der im August an der Garagen-Baustelle eines Nachbarn einen Balken durchgesägt haben soll. Angeblich, weil der ihm die Sicht auf den See versperrte. Auch hier könnte es 2023 zum Prozess kommen, wo Lehmann sich wegen Sachbeschädigung verantworten müsste.  Ihm droht eine saftige Geldstrafe bis hin zur Haft auf Bewährung. 

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