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Jérôme Boateng (33) bald zurück in München: Er muss wieder vor Gericht - Freundin verprügelt und beleidigt?

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Von: Andreas Thieme

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Jérôme Boateng
Jérôme Boateng nimmt an einer Pressekonferenz teil. © Jeff Pachoud/AFP/dpa/Archivbild

Jérôme Boateng (33) muss demnächst erneut in München vor Gericht. Weil der Ex-Profi des FC Bayern seine frühere Lebensgefährtin mit der Faust geschlagen und beleidigt haben soll, muss er 1,8 Millionen Euro zahlen. Doch gegen das Urteil hatte er Berufung eingelegt - mit Erfolg.

München - Bis 20 Uhr abends hatte Richter Kai Dingerdissen verhandelt, dann erst stand das Urteil gegen Jérôme Boateng (33). Am Ende gab es ein hartes Ergebnis: Der Ex-Bayern-Profi muss insgesamt 1,8 Millionen Euro zahlen, da er laut Gericht seine frühere Lebensgefährtin mit der Faust ins Gesicht geschlagen und beleidigt hatte. So endete der Prozess vor dem Münchner Amtsgericht im September 2021.

Doch jetzt wird das Strafverfahren neu aufgerollt. Denn Jérôme Boateng hat erfolgreich Berufung eingelegt - ebenso wie die Staatsanwaltschaft München I und wie Boatengs frühere Lebensgefährtin, die als Nebenklägerin in dem Prozess auftritt. Sie wird der frühere Star-Kicker nun Mitte Oktober wieder vor Gericht sehen. Denn am Landgericht München I wird der Prozess demnächst neu aufgerollt.

München: Jérôme Boateng muss wieder vor Gericht - er wehrt sich gegen seine Geldstrafe

„Das Verfahren gegen Jerome Boateng soll nach derzeitiger Planung am 20./21.10 stattfinden“, bestätigt Gerichtssprecher Florian Gliwitzky auf Anfrage unserer Redaktion. Bei dem Termin wird es vor allem um Geld gehen. Denn zunächst war Boateng vom Amtsgericht zu einer Strafe von 60 Tagessätzen verurteilt worden. Das bedeutet: Der Kicker ist nicht vorbestraft. Aber: In seinem Fall wurde die Tagessatzhöhe auf 30.000 Euro festgelegt - die absolute Obergrenze. So entstehen in Summe die 1,8 Millionen Euro.

Ex-Bayern-Star Jerome Boateng vor Gericht.
Ex-Bayern-Star Jerome Boateng vor Gericht. © Peter Kneffel/dpa

Die Strafe wird Jérôme Boateng im neuen Verfahren vor dem Landgericht München I unbedingt abwenden wollen. Er hatte die Vorwürfe bereits bestritten. Doch selbst wenn es zu einer Verurteilung käme (wie im ersten Prozess), wird Boateng nicht so eine hohe Strafe akzeptieren wollen. Diese setzte sich vor allem aus seinem Gehalt zusammen: Richter Kai Dingerdissen schätzte Boateng inklusive Werbeeinnahmen auf ein jährliches Gehalt von mehr als zehn Millionen Euro. In der Konsequenz legte der Richter dann auch die Tagessatzhöhe auf den maximal möglichen Betrag fest.

Am 20. Oktober muss Boateng nun erneut aussagen - und kämpft um seinen Ruf. Aktuell spielt der Fußballer in Frankreich bei Olympique Lyon. In der aktuellen Saison kam er jedoch noch nicht zum Einsatz.

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