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Münchner entdeckt 30 Jahre alten Drucker, wirft ihn an und ist fasziniert

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Jodel: Ein Münchner findet einen alten Drucker - der tatsächlich noch druckt.
Ein Münchner findet einen alten Drucker - der tatsächlich noch druckt. © Jodel

Drucker können einen schnell in den Wahnsinn treiben. Umso faszinierter ist dieser Münchner, als er einen 30 Jahre alten Drucker anschmeißt - und der noch funktioniert. 

München - Wer kennt es nicht: Man braucht noch schnell ein Dokument, will es ausdrucken und plötzlich scheint nichts mehr zu funktionieren. Der Drucker beschwert sich über Papierstau, leere oder eingetrocknete Tinte, fordert ein Update oder macht einfach schlichtweg gar nichts. Kaum ein Büroartikel bewegt das Internet so sehr wie der Drucker. In den sozialen Netzwerken existieren zahlreiche Memes, Sprüche wie „Lass deinen Drucker niemals wissen, dass du in Eile bist. Die Dinger können Angst riechen!“ fluten die Kommentarspalten.

Umso erstaunlicher, welche Entdeckung ein Münchner in der Jodel-App teilt. Auf dem Bild ist ein Drucker zu sehen, aus dem ein bedrucktes Blatt Papier herauskommt. Der Nutzer schreibt dazu: „Drucker, der seit 30 Jahren nicht verwendet wurde“.

Jodel München: 30 Jahre alter Drucker funktioniert besser als neue Modelle

Das Faszinierende: Der Drucker scheint zu drucken, ohne dass der Jodler aus München ein technisches Wunder vollbringen musste. Offenbar anders als bei seinem aktuellen Modell, denn kurz nachdem er das Foto geteilt hatte, kommentiert er noch: „Und mein 2 Jahre alter Drucker heult wegen jeder Kleinigkeit rum, Tinte trocknet ein, Updates müssen gemacht werden...“ und ein Wut-Emoji.

Sehr viel Aufmerksamkeit hat das Drucker-Wunder auf Jodel bisher nicht bekommen. Gerade einmal 11 Upvotes hat das Bild in der App bekommen. Trotzdem scheint ein Jodler genau zu verstehen, was der Münchner meint. Er spielt in seinem Kommentar auf richtiges Handwerk und die heutige Wegwerfgesellschaft an: „Damals wurden eben noch Sachen gebaut, die länger als fünf Jahre gehalten haben. Sowas gibt‘s heute fast nicht mehr.“

Historische Technik überzeugt bei Jodel: Moderner Kram ist oft empfindlicher

Das scheint keine völlig neue Erkenntnis zu sein. Egal ob es um alte, handgezimmerte Möbel geht, die über Jahrzehnte halten und die Pressspahn-Schränke von Ikea lange überdauern oder das Nokia 3310, dem kein Smartphone dieses Jahrzehnts das Wasser reichen kann. Der alte Kram ist nicht immer schlecht und hin und wieder führen einem solche, fast historischen Funde vor Augen, dass die moderne Technik oft übermäßig empfindlich ist.

Noch ärgerlicher ist es, wenn die Technik nicht nur streikt, sondern gänzlich verschwindet. So wandte sich kürzlich ein junger Münchner mit einem dringenden Hilferuf an die Jodel-Community. Kurz bevor er in die U3 gestiegen war, hatte er einen verhängnisvollen Fehler gemacht. (iwe)

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