KSK-Einsatz

Geheim-Operation in Kabul: Münchner Familie von Elitesoldaten gerettet

Ein US-Soldat der US-Luftwaffe bewacht die Evakuierte von Nichtkombattanten mit einem Flugzeug vom Typ C-17 Globemaster III auf dem Hamid Karzai International Airport.
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Ein US-Soldat steht Wache auf dem Hamid Karzai International Airport. (Symbolfoto)

In einer geheimen Operation konnten deutsche Spezialkräfte eine Mutter und ihre zwei Kinder aus Kabul retten. Der Einsatz ereignete sich in der Nacht.

München - Eine Woche lang saß die Münchner Familie in der Taliban-Hölle in Kabul fest. Man verwehrte der Mutter mit ihren zwei Kindern (12 und 19 Jahre) immer wieder den Zutritt zum Flughafen. Wie die Bild berichtet, konnten deutsche KSK-Soldaten die Familie nun aus Kabul retten und zum Flughafen bringen. Der Deckname der Operation sei „Blue Light“, also „Blaues Licht“ gewesen.

Geheimer KSK-Einsatz in Kabul: Elitesoldaten retten Mutter und ihre Kinder vor den Taliban

Die Familie hatte noch vor der Machtübernahme der Taliban ein letztes Mal Verwandte in Kabul besuchen wollen. Dort wurden sie von der Machtübernahme der Taliban überrascht. Die Versuche der Familie eigenständig an den Flughafen zu gelangen und auf einen der rettenden Flüge zu kommen, seien aufgrund der Taliban gescheitert.

Die Bild erfuhr aus Sicherheitskreisen, dass die Elitesoldaten in der Nacht den Flughafen verlassen hätten und sich zu Fuß auf den Weg zur Familie gemacht hätten. Nach einer Stunde habe man Kontakt zur Familie aufnehmen können und sie sicher zum Flughafen bringen können. Am Sonntag (22. August) wurde die Familie dann mit einer Bundeswehrmaschine nach Taschkent in Sicherheit geflogen.

19-jährige Münchnerin erzählt im Interview über die Erlebnisse: „Es war schrecklich“

In einem Interview hatte die 19-jährige Münchnerin berichtet, wie sie von den Taliban am Flughafen gestoppt wurden. „Drei der Männer haben in die Luft gefeuert, als Warnung. Nur ein oder zwei Schüsse. Einer der Taliban kam dann auf uns zu, mit dem Gewehr in der Hand“, so die Abiturientin. Der Mann habe sie auf Paschtu angewiesen umzudrehen. Wenn nicht, würde er schießen. „Als wir uns schon umgedreht hatten, haben die Taliban erneut so richtig angefangen, in die Luft zu schießen. Die Leute sind in Panik verfallen, es war schrecklich“. Es sei das Schlimmste gewesen, was ihr je passiert ist.

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