Zusteller soll Netz ausbauen

Kampf um Post-Filialen: SPD und Grüne stellen Forderungen an den Bund

Passanten warten vor einer Postfiliale in der Innenstadt von Hildesheim.
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SPD und Grüne fordern die Post auf, keine Filialen mehr zu schließen.

Die Postfilialen an der Bergmannstraße, an der Angererstraße und an der Agnesstraße müssen schließen. Das sorgt für Unmut bei den Kunden, SPD und Grüne im Rathaus wollen nun für den Erhalt kämpfen und haben zudem Forderungen an die Deutsche Post in einen Antrag gegossen.

Das Unternehmen soll, seinen Grundversorgungsauftrag verbessern, kürzere Wege und die Annahme von Paketen und Sendungen in allen Größen müssten gewährleistet sein. Dazu müsse allerdings auf Bundesebene der Grundversorgungsauftrag nachverhandelt werden. Klare Aussagen zum Leistungsumfang und dem Versorgungsradius sollten dabei das Ziel sein, fordert die Münchner Rathauskoalition.

„Wir kämpfen um die Postfilialen in den Stadtvierteln“, sagt SPD-Stadträtin Simone Burger. „Denn fußläufig erreichbare Poststellen, in denen Pakete aufgegeben werden können, sind für uns Teil der Daseinsvorsorge.“ Deshalb solle der Vertrag mit der Post verschärft werden. Wichtig sei das gerade für ältere Mitbürger. „Das Outsourcing der Post führt zu einer Verschlechterung des Service und ist deshalb der falsche Weg. Wir wollen, dass die Post wieder selbst Filialen betreibt.“

Gewünscht wird von der Rathaus-Koalition, dass stationäre Poststellen in München künftig in maximal 1000 Metern statt wie bisher 2000 Metern erreichbar sein sollen. Außerdem sollen die Filialen alle Arten von Paketen und Sendungen annehmen und lagern müssen – egal, wie groß diese sind. „Die Post muss ihre Strategie der immer weiteren Ausdünnung ihrer Angebote dringend überdenken“, sagt Grünen-Stadträtin Sibylle Stöhr. „Eine Postfiliale in der Nähe gehört nicht nur zu Lebensqualität, sondern ist essenziell für die Infrastruktur in den Stadtvierteln. Das gilt gerade für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen.“

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