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München mit traurigem Rekord

Das Milliarden-Geschäft mit den Immobilien

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München - In München kostet ein Haus 5,5 Millionen Euro. Wer eine Wohnung oder ein Haus mietet, zahlt 32 Euro pro m² und wer eine Immobilie kauft, ist mit 6300 Euro pro m² dabei.

Nach dem Mietspiegel-Schock die nächsten Hammerzahlen vom Münchner Wohnungsmarkt: Das renommierte Immobilienbüro Engel & Völkers hat seinen Marktbericht veröffentlicht – und darin 50 deutsche Städte verglichen. Wenig überraschendes Ergebnis: Nirgends in der Republik werden so hohe Preise wie in der Landeshauptstadt fällig, egal ob auf dem Kauf- oder Mietsektor. Die tz hat die wichtigsten Ergebnisse herausgearbeitet:

  • Spitze in Deutschland: Engel & Völkers hat errechnet, dass im Jahr 2014 bundesweit rund 20,5 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Wohn- und Geschäftshäusern umgesetzt worden ist. Ein Hauptmarkt hier: München. 170 Transaktionen wurden notariell beurkundet – und die neuen Besitzer gaben dafür 970 Millionen Euro aus. Macht im Schnitt 5,7 Millionen pro Immobilie. Das große Geschäft mit „Betongold“ – nirgendwo ist es so rentabel. Zum Vergleich: In Berlin wurden zwar 3,97 Milliarden Euro bewegt, jedoch verteilt auf 1085 Objekte. Macht 3,66 Millionen Euro pro Haus.
  • Quadratmeter-Kaufpreise: Das lässt sich natürlich zur Verdeutlichung auch auf die Preise pro Quadratmeter für Bestandsobjekte umrechnen: Die Preise differierten 2014 von 3100 Euro in einfacher Lage bis zu 6300 Euro in den sehr guten Lagen (siehe Karte).
  • Mietpreis-Wahnsinn: Im Mietspiegel, der amtlichen Richtlinie der Stadt, stieg der Durchschnittspreis für die Miete auf 10,73 Euro pro Quadratmeter kalt. Kein Wunder: Der Bericht von Engel & Völkers geht mittlerweile von Spitzenwerten von 32 Euro aus. Zwei Jahre zuvor lag dieser für Bestlagen noch bei 27 Euro.
  • Spitzenpreise für die gute Lagen: Hier gibt Engel und Völkers 15,80 bis 18,50 Euro an – und vergleicht 50 deutsche Großstädte: Die Tabelle ist ungefähr so wie die der Fußball-Bundesliga – München ist einsame Spitze vor Frankfurt (13 bis 17 Euro), Hamburg (10 bis 14 Euro), Berlin (8,50 bis 14 Euro), Köln (8,60 bis 12 Euro). Ach ja, und Dortmund (7,50 bis 9,60 Euro).
  • Ausblick: Niedrige Zinsen, Inflations-Angst, Euro-Krise und fehlende, risikoarme Wertanlageformen lassen kaum auf Entspannung hoffen und sorgen für weitere Dynamik.  

Stefan Dorner

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