Am Freitag startet der Prozess

Killer-Agenten vor Gericht

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1983 ermordet: Stjepan Djurekovic.

München - Ab Freitag wird vor dem Oberlandesgericht München über den Mord an dem jugoslawischen Dissidenten Stjepan Djurekovic im Jahr 1983 in Wolfratshausen verhandelt.

Es dürfte ein Lehrstück über die brutale Welt der Geheimdienste werden: Ab Freitag wird vor dem Oberlandesgericht München über den Mord an dem jugoslawischen Dissidenten Stjepan Djurekovic im Jahr 1983 in Wolfratshausen verhandelt. Angeklagt wegen Beihilfe zum Mord sind der ehemalige jugoslawische Geheimdienstchef Zdravko Mustac und sein Agent Josip Perkovic.

Angeklagt: Agent Josip Perkovic

Die Tat ereignete sich im Juli 1983. Djurekovic ging damals in die von ihm als Druckerei benutzte Garage, um zu arbeiten. Doch dort warteten laut Anklage drei bis heute nicht ermittelte Männer auf den Schriftsteller, der einige Monate zuvor nach Deutschland geflohen war. Zwei der Täter gaben Schüsse auf den Endfünfziger ab. Dann schlugen die Täter dem bereits lebensgefährlich verletzten Opfer noch mit einem Beil den Schädel ein. Morde an geflohenen Dissidenten waren nicht ungewöhnlich für das frühere Jugoslawien – von 1970 bis 1989 sollen in Deutschland 22 Exilkroaten ermordet worden sein.

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